Vorjahres-Preisträger mit dabei 86. WDR-Kabarettfest im Pantheon

BONN · Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr. Die Erfahrung macht derzeit Tobias Mann und muss feststellen, dass ein relativ entspanntes "Wir schauen mal, wie's so läuft" offenbar alles andere als zeitgemäß ist.

Kurzum: Wer seinem Sohn weder Businessenglisch, Yoga noch die SZ-Edition "Junge Bibliothek - gesprochen von Traugott Buhre" bieten kann, muss sich eines Tages noch den Vorwurf gefallen lassen, nicht alles Menschenmögliche in Sachen Nachwuchsförderung unternommen zu haben.

Wie gut, dass sich der derart gestresste junge Vater zeitweilig ins Pantheon zurückziehen kann; beispielsweise um das WDR-Kabarettfest zu moderieren. Ausgabe 86 ist just über die Bühne gegangen. Mit einer bezaubernd-schnippischen Tina Teubner, deren Bühnenpartner Ben Süverkrüp gut beraten ist, sich ein möglichst dickes Fell zuzulegen.

Spätestens bis zum 16. Mai, wenn die beiden wieder ins Pantheon kommen. Wohingegen der eloquente, boshaft-charmante Thomas Reis selbst der Politik noch etwas Liebenswertes abgewinnen kann.

Fil Tägert aus Berlin geht unterdessen in der Rolle des Selbstdarstellers mit - sagen wir mal - beschränkter Haftung auf. Seine Pointen verlieren sich wahlweise in den unendlichen Weiten eines recht eigensinnigen Humors oder zielen auf sympathisch-bekloppte Weise direkt ins Schwarze. Mit dem Älterwerden hat er jedenfalls keine Probleme, das wird für ihn "so ein Sean-Connery-Ding". Mehr dazu am 27. März im Pantheon.

Und wer Maxi Schafroth - Prix-Pantheon-Preisträger 2013 - jetzt zusammen mit Markus Schalk erlebt hat, sollte sich den 7. Juni merken. Für einen Abstecher ins Allgäu, wo man mit Worten ausgesprochen sparsam haushaltet. Aber keine Sorge: Schafroth hat in der Fremde dazugelernt. Eine ganze Menge sogar...

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