Neuer Spielplan des Euro Theater Central Schauspiel in vielen Sprachen

Bonn · Mit einem international aufgestellten Repertoire meldet sich das Euro Theater Central aus der Sommerpause zurück. Das von Sparmaßnahmen bedrohte Haus am Mauspfad startet mit Heinrich von Kleists „Michael Kohlhaas“.

 Theaterdirektorin Gisela Pflugradt-Marteau im Bühnenraum des Euro Theater Central.

Theaterdirektorin Gisela Pflugradt-Marteau im Bühnenraum des Euro Theater Central.

Foto: Thomas Kölsch

Mit einem international aufgestellten Repertoire meldet sich das Euro Theater Central aus der Sommerpause zurück. Das von Sparmaßnahmen bedrohte Haus am Mauspfad will damit einmal mehr Flagge zeigen und seine Einzigartigkeit in der Bonner Kulturlandschaft hervorheben – hinsichtlich weiterer Anstrengungen, das Zimmertheater auch über das Jahr 2019 hinaus zu erhalten, hielt Direktorin Gisela Pflugradt-Marteau, die den neuen Spielplan leider ohne die junge neue Dramaturgin Andréanne Leclerc vorstellte, dagegen eher zurück.

Vielmehr sollen die Stücke für sich und für die Spielstätte sprechen. Was, wenn die Produktionen der vergangenen Jahre als Maßstab genommen werden, durchaus funktionieren könnte, auch wenn es bis zur ersten Premiere noch ein wenig dauert. Das ist unglücklichen Umständen geschuldet: Ursprünglich sollte noch in diesem Monat mit dem englischsprachigen Stück „Who's afraid of Virginia Woolf?“ das erste neue Stück gezeigt werden, doch aufgrund der Erkrankung eines der Darsteller und weiterer Terminprobleme musste die Inszenierung von Marianne de Pury ans Ende der Spielzeit gerückt werden.

So steht erst am 24. November mit Heinrich von Kleists „Michael Kohlhaas“ in der Regie Stefan Herrmanns die erste ETC-Premiere an. Davor sorgen Gastspiele wie Kathleen Renishs „A lost American in Germany“ (17.9. + 29.10.) und das russischsprachige „Die tragische Geschichte von Hamlet, Prinz von Dänemark“ (28.10.) für neue Impulse; darüber hinaus stehen mit Hermann Hesses „Siddharta“, Sartres „Huis Clos“, Kafkas „Die Verwandlung“ und dem Überraschungserfolg der vergangenen Spielzeit, Felix Mitterers „Krach im Hause Gott“ starke Stücke auf dem Programm.

Mitte Januar folgt dann Eric-Emmanuel Schmitts „Kleine Eheverbrechen“, eine weitere Arbeit von Gabriele Gysi. Auch das deutsch-italienisch-französische Ensemble G.I.F.T. das zuletzt sowohl mit „Xeno overro l'Antagonista“ als auch mit dem Speed-Acting während der Theaternacht für Aufsehen sorgte, soll mit einem neuen multilingualen Projekt das Euro Theater bereichern.

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