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Frankensiedlung: Grafschafter Gemeinderat schließt Pappelstadion als Standort aus

Frankensiedlung : Grafschafter Gemeinderat schließt Pappelstadion als Standort aus

Der Grafschafter Gemeinderat begrüßt per Grundsatzbeschluss die Frankensiedlung. Allerdings wird das sogenannte Pappelstadion als Standort ausgeschlossen.

Es war gegen 20.30 Uhr am Donnerstagabend, als sich im Ringener Rathaus der gordische Knoten in Sachen Frankensiedlung so langsam löste. Auf der Basis des von der CDU favorisierten Vorschlags des Hauptausschusses und einer Passage der von der SPD-Fraktion eingebrachten Formulierungen konstruierte Bürgermeister Achim Juchem einen Grundsatzbeschluss des Rates, der bei zwei Enthaltungen das oberste Gremium der Grafschaft passierte.

1.) Das Projekt Frankensiedlung Nithrindorp wird im Sinne eines sanften Tourismus grundsätzlich begrüßt. Der Rat spricht sich für eine Realisierung am oder in der Nähe des geplanten Jugend- und Freizeitzentrums Ringen aus. Das sogenannte Pappelstadion wird als Standort ausgeschlossen.

2.) Vor diesem Hintergrund wird der Verein Frankensiedlung Nithrindorp gebeten, einen oder mehrere Konzeptionsvorschläge mit einem schlüssigen Finanzierungsplan vorzulegen. Diese sollen dann in die weiteren Beratungen der gemeindlichen Gremien mit einfließen.

Wegen des Pappelstadions hatte es im Vorfeld der Ratssitzung zahlreiche Irritationen gegeben. "Am" heißt eben nicht "im" Pappelstadion, was auch dazu führte das Unterschriften für den Erhalt der Spielfläche Pappelstadion gesammelt wurden. Diese übergab Initiatorin Friederike Derz vor der Sitzung Bürgermeister Achim Juchem. 164 Kinder und 464 Erwachsene hatten sich darin für den Erhalt des Pappelstadion als Sport- und Spielfläche ausgesprochen.

Die Ratsfraktionen sahen die Idee hinter dem Projekt durchweg positiv, kritisierten jedoch teilweise die Vorgehensweise des Vereins bei der Präsentation möglicher Standorte. So sagte CDU-Fraktionschef Thomas Schaaf: "Wenn der Verein seine Hausaufgaben macht, werden wir das Projekt auch nachhaltig unterstützen."

Sein SPD-Pendant Udo Klein rief dazu auf, "den Franken die gute Vereinskultur der Grafschaft nicht zu verwehren". Und für die FDP forderte Christina Steinheuer, "alle Vereine gleich zu behandeln", auch wenn sie die Anspruchshaltung auf ein Grundstück "nicht so gut findet". An ein Entgegenkommen appellierte auch Lothar Barth für die FWG: "Es soll nicht an den Kosten für die Bauleitplanung scheitern." Die Grünen waren am Ratstisch am Donnerstag nicht vertreten, da Mathias Heeb als Vorsitzender von Nithrindorp diesen verlassen musste.

Als Vereinschef sagte er in einer ersten Stellungnahme: "Wir werden mit dem Grundsatzbeschluss leben." Dennoch bleibe die Platzsuche, die gemeinsam mit der Gemeinde vonstatten gehen soll, eine schwere Hürde. Sein Vize, Markus Frankreiter, ergänzte: "Wir können nicht über Finanzierung reden, wenn wir nicht wissen wohin."

Ihm und Heeb bleibe trotz des eher positiven Votums ein ungutes Gefühl. Deshalb sei der Verein nach wie vor auf der Suche nach Alternativen. Heeb: "Wenn uns einer sagt, ich hab' ein geeignetes Grundstück für euch, sind wir weg."