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Sanierung in der Altstadt Königswinter: Mehr Förderanträge kurz vor Ende der Frist

Sanierung in der Altstadt Königswinter : Mehr Förderanträge kurz vor Ende der Frist

Altstädter wollen Fassaden und Dächer sanieren. Stadt Königswinter möchte Bebauungspläne für die Rheingassen aufstellen.

. Kurz vor Toreschluss der Altstadtsanierung haben einige Bewohner noch Förderanträge für die Fassaden- und Dachsanierung ihrer Häuser gestellt. Von Oktober 2015 bis zum Ablauf der Frist am 29. Februar wurden nach Auskunft der Stadt 15 Förderanträge durch Private gestellt. Dies geht aus einer Mitteilung der Verwaltung für die Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses (Mittwoch, 17 Uhr, Rathaus Oberpleis) hervor.

Die Sanierungsgebiete Altstadt und Drachenfels werden Ende dieses Jahres durch Beschluss des Rates aufgehoben. Über die damit verbundenen Fristen für Förderanträge hatte die Stadt die Bürger informiert. Dies belebte das Geschäft noch einmal deutlich. Die eingegangenen Anträge haben ein Gesamtvolumen von 85.000 Euro. Da im Haushaltsplan nur 60.000 Euro vorgesehen sind, soll der Ausschuss am Mittwoch dem Vorschlag der Verwaltung zustimmen, weitere 25.000 Euro zur Verfügung zu stellen.

Einen Großteil der Ausgaben wird die Stadt allerdings durch Zuwendungen von Bund und Land erstattet bekommen. Bei einem Fördervolumen von 85.000 Euro rechnet die Verwaltung damit, dass am Ende 59.500 Euro von Bund und Land und 25.500 Euro von der Stadt zu tragen sein werden.

In der Ausschusssitzung möchte sich die Verwaltung auch die Zustimmung der Politik zu Bebauungsplänen für die Rheingassen zwischen Rheinallee und Hauptstraße holen. Dieser Schritt ist aus Sicht der Verwaltung notwendig, weil das sanierungsrechtliche Instrumentarium des besonderen Städtebaurechts mit der Aufhebung des Sanierungsgebiets Altstadt nicht mehr zur Verfügung steht.

Dabei seien die städtebaulichen Ziele der Altstadtsanierung bisher nur zum Teil umgesetzt worden. Für die westliche Seite der Hauptstraße soll durch die Bebauungspläne sichergestellt werden, dass gewerbliche Nutzungen im Erdgeschoss nicht im großen Umfang in Wohnungen umgewandelt werden können. Die Hauptstraße ist traditionell stark durch Einzelhandel und Dienstleistungen geprägt.

Lücken in der „Lauflage“ der Fußgängerzone könnten sich, so die Verwaltung, negativ auf die bestehenden Betriebe auswirken und zu einem langsamen Funktionsverlust des Standorts führen.