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Unterführung am Bahnhof Meckenheim soll noch dieses Jahr kommen

Unterführung am Bahnhof Meckenheim soll noch dieses Jahr kommen

Bahnkunden dürfen am Bahnhof Meckenheim auf Besserung hoffen. Wie der Technische Beigeordnete Heinz-Peter Witt am Mittwoch im Rat erklärte, soll der Bau der Fußgängerunterführung im dritten Quartal beginnen. Er berief sich auf Angaben der Deutschen Bahn.

Wiederholt hatte es Beschwerden über die schlechte Erreichbarkeit des Außenbahnsteigs an der Voreifelstrecke RB 23 in Richtung Euskirchen gegeben. Dieser war zum Fahrplanwechsel im Dezember eröffnet worden.

Reisende müssen von Gleis zu Gleis den Umweg über den 300 Meter entfernten Baumschulweg nehmen (der GA berichtete). Die SPD hatte das Thema auf die Tagesordnung gebracht. Außerdem stimmte der Rat in nicht-öffentlicher Sitzung für eine vertragliche Vereinbarung mit der Bahn, die Grundlage für den Bau der Unterführung ist.

Witt zufolge bemüht sich die Stadt schon seit langem, die Situation am Bahnhof zu entschärfen. Es geht nicht nur um die lästigen Umwege für Bahnkunden, sondern auch um die Sicherheit am Bahnübergang Baumschulenweg. Dort laufen immer wieder Reisende bei geschlossener Schranke über die Gleise, um den Zug in Richtung Euskirchen zu erreichen.

Die Bahn hatte unlängst auf GA-Anfrage erklärt, dass sie dieses Problem nicht sehe. Wie Witt im Rat nun mitteilte, wolle sie sich den Bahnübergang nun doch noch einmal anschauen. Bis zur Fertigstellung der Unterführung - der Zeitpunkt ist unbekannt - soll als Provisorium eine Behelfsbrücke errichtet werden. Sie soll die beiden Gleise verbinden. "Darauf haben wir lange gedrängt", sagte Witt. Die Bahn habe inzwischen beim Eisenbahnbundesamt ein Planungsverfahren angestoßen. "Das wird mindestens bis zum Sommer dauern", erklärte der Beigeordnete weiter.

Auch im GA-Mitmach-Blog "Abenteuer Eisenbahn" ärgern sich Fahrgäste über die weiten Wege zwischen den Bahnsteigen in Meckenheim: "Abgesehen von den nicht seltenen Verspätungsereignissen komme ich seit dem Fahrplanwechsel abends immer mit fünf Minuten Verspätung nach Hause. Dies summiert sich bei 20 Arbeitstagen auf anderthalb vertane Stunden monatlich", schreibt Blogger Paul. "Grund ist der neue Bahnsteig Richtung Rheinbach in Meckenheim. Der Umweg zur Bahnhofstraße ist wirklich lästig!"