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1. Bonner Bluesfestival: Den Blues feiern

1. Bonner Bluesfestival : Den Blues feiern

Beethoven, Jazz, Pop, Rock und noch mal Beethoven – Musikveranstaltungen gibt's in Bonn eigentlich für jeden. Eine bestimmte Musikrichtung haben Bürger aus Dottendorf und Gronau allerdings vermisst: Am gestrigen Freitag und diesen Samstag veranstalten sie daher das 1. Bonner Bluesfestival im Ortszentrum Dottendorf.

„Wir wollten Blues-Freunden mal eine große Plattform bieten, an zwei Tagen ausführlich Blues zu feiern und zu genießen“, sagte Herbert Kaupert, der Vorsitzende des Bürgervereins Dottendorf/Gronau.

Er und der Verein haben das Festival ehrenamtlich organisiert. Im Frühjahr hatten sie Bands dazu aufgerufen, sich für eine Teilnahme am Festival zu bewerben. 30 Bewerbungen gingen ein, aus denen der Verein vier auswählte. Am Freitagabend spielte die „Turpentine Blues Band“ und „Soulful of Blues“. Am Samstag erwarten die Gäste die Gruppen „Al Frinderman“ und „Baums Bluesbenders“.

„Das ist das erste Bluesfestival in Bonn, ist doch klar, dass wir uns da bewerben“, sagte Jan Sczepanski von der „Turpentine Blues Band“ aus Bonn. Die Gruppe hat sich 1980 gegründet, nach einer Pause spielen die fünf Mitglieder seit 2016 wieder zusammen. Auch für „Soulful of Blues“ sei es keine Frage gewesen, sich zu bewerben.

Unterstützung für die Blues-Szene

„Festivals haben immer einen ganz besonderen Reiz. Und wir müssen die Blues-Szene doch unterstützen“, sagte Hans Rehse, der Gründer von „Soulful of Blues“. Immerhin sei das Motto der Bonner Band doch „Keeping the Blues alive“ – also den Blues am Leben halten. Seine Band feierte im letzten Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum im Pantheon.

Bei der Auswahl der Bands haben die Organisatoren sehr darauf geachtet, Musiker aus der Region zu engagieren. „Es gab auch andere Bands, die uns gefielen, aber wir wollten das lokale Publikum erreichen“, erklärte Kaupert. Und wie viele Besucher erwartet der Veranstalter? „Unser Ziel wären 100 Gäste pro Abend.“

Hans-Georg Witsch war mit seiner Frau ins Ortszentrum gekommen. Er hält das Bluesfestival für eine gute Idee. Seine Frau war sich sicher: „Das Festival füllt eine Lücke.“ Sie freute sich vor allem, dass es mal in ihrer Nähe eine solche Veranstaltung gebe.

Besucher sind angetan vom Festival

„Ich finde die Idee super“, sagte auch Patricia Jung-Albert aus Plittersdorf. „Es sollten viel mehr junge Leute herkommen.“ Ein Bluesfestival habe der Stadt definitiv gefehlt. „Ich bin hier, weil es richtig echte Live-Musik ist, kein Elektro-Gedöns.“

„Wir versuchen, aus den Räumlichkeiten hier ein kleines Kulturzentrum zu machen – das ist ohne Zuschüsse der Stadt aber schwer“, erklärte Organisator Kaupert. Seit drei Jahren veranstaltet der Bürgerverein die „Dottendorfer Jazznacht“. „Wir sind so etwas wie ein kleines Zentrum des Jazz geworden.“ Mit der Zeit sei der Wunsch entstanden, auch mal dem Blues eine größere Bühne zu geben. „Wenn die Veranstaltung gut ankommt, wollen wir das ganze bestimmt noch mal wiederholen“, so Kaupert. „Gerne auch größer.“

An diesem Samstagabend geht das Festival in die zweite Runde. Beginn ist um 19 Uhr. Karten gibt’s für 18 Euro in den Bonnticket-Shops der GA-Zweigstellen und im Internet auf www.bonnticket.de.