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Bornheimer Polizei: Einbruchszahlen gehen seit dem Winter zurück

Bornheimer Polizei : Einbruchszahlen gehen seit dem Winter zurück

Bernhard Spinnrock, Erster Polizeihauptkommissar, hatte gute Nachrichten für die Bornheimer: "Im letzten Quartal 2013 zeichnete sich ein deutlicher Rückgang an Wohnungseinbrüchen ab und er setzt sich 2014 bisher weiter fort", sagte er bei einem Gespräch zur Einbruchssituation am Donnerstagabend im Hauptausschuss.

Im Vergleich zu Anfang 2013 sei die Zahl der Fälle Anfang 2014 um 30 Prozent gesunken. Generell habe es 2013 in Nordrhein-Westfalen aber auch einen starken Anstieg gegeben.

202 Einbrüche in 2013 führt die Polizei für Bornheim in ihrer Statistik - und damit vier mehr als 2012. Rund 31 Prozent davon blieben erfolglos. Generell rangiere die Stadt unter dem Durchschnitt des Polizeipräsidiums Bonn, sagte Spinnrock. "Das war in der Vergangenheit auch mal deutlich anders."

Dass die Zahl 2013 ansteigen würde, hat sich laut dem Hauptkommissar bereits Mitte des vergangenen Jahres gezeigt. Deshalb habe die Polizei Bonn in den Wintermonaten von Oktober bis März verstärkt in Bornheim kontrolliert und Präsenz gezeigt. Allein 52 Schwerpunktaktionen gab es im Stadtgebiet mit Bereitschaftspolizei, Bezirks- und Schwerpunktdienst sowie Zivilkräften der Kriminalpolizei.

"Zwischen fünf und zehn Einsatzkräfte waren durchschnittlich zusätzlich unterwegs", sagte Spinnrock. Die hätten auch mal an Häusern geklingelt, wenn ihnen geöffnete Fenster ohne Licht aufgefallen wären. "Das ist aufwendig, aber auch wirkungsvoll." Stark gestiegen sei zudem die Zahl der Hinweise von Bürgern. "Das ist in dieser Saison zum ersten Mal recht gut gelungen."

Spinnrock stellt eine Verdrängung der Einbrüche fest. So sei die Zahl im Bereich der Polizei Bonn gesunken, in Euskirchen sei sie hingegen gestiegen. Gefährdet seien im Bornheimer Stadtgebiet besonders die Höhenlagen; eine Serie habe es im Oktober auch in Hersel gegeben. "Meist dort wo Landstraßen oder Autobahnen entlangführen."

Die Täter kommen laut Spinnrock überwiegend aus dem Bereich Köln, Aachen und Düren sowie Osteuropa. Wie hoch der Anteil an jugendlichen Einbrechern war, kann der Polizeihauptkommissar nicht sagen. Die Aufklärungsquote schätzt er auf acht bis zwölf Prozent. Insgesamt ist er mit der Präventivkampagne in Bornheim zufrieden. "Wir werden sie im Winter wieder aufleben lassen."