Improvisationstheater Debüt zum Fest der Feste

BONN · "Merry Christmaus" mit neuem Ensemble im Haus der Springmaus in Endenich. Wirkte ihr Auftritt zu Beginn zum Teil noch etwas nervös und ungelenk, gewannen Hartwig, Sprünken und Meinold zusehends an Tempo und Spielfreude.

Alle Jahre wieder, wenn es draußen gar nicht hell und am späten Nachmittag auch schon wieder dunkel wird und wenn auf dem Weihnachtsmarkt der Glühwein über den Tresen geht, stellen sich die entscheidenden Fragen zum Fest der Feste: Was schenken, was essen, wann, wo und mit wem feiern?

Alle Jahre wieder lädt das Springmaus Improvisationstheater dazu ein, gemeinsam ein paar Antworten darauf zu finden und das Ganze doch bitte schön nicht so verbissen zu sehen. Kurzum: "Merry Christmaus" hat Saison und geht in diesem Jahr mit einem neuen Team an den Start.

Ben Hartwig, Sandra Sprünken und Marvin Meinold heißen die drei, die jetzt auf der Bühne im Haus der Springmaus debütiert haben. Unterstützt von Gilly Alfeo als "altem Hasen" und Julia Marx an der Technik, die mit Licht und Ton die passenden Stimmungen kreiert. In die die drei Neuen vor allem in der zweiten Hälfte des Abends mehr und mehr hineinfinden.

Wirkte ihr Auftritt zu Beginn zum Teil noch etwas nervös und ungelenk, gewinnen Hartwig, Sprünken und Meinold zusehends an Tempo und Spielfreude und lassen in spontanen Einfällen ihr Potenzial aufblitzen. Ihr Rahmen ist die Geschichte eines Studentenpaares aus Koblenz, das in der ersten Hälfte schon eine Strickmütze als Requisit zur Verfügung gestellt hatte und anschließend zusehen kann, wie die Springmäuse die Familientraditionen der beiden zum Teil ganz neu erfindet.

Das darf gefühlvoll sein, aber am liebsten leicht überdreht à la Monty Python. Aus der Situation heraus zu agieren und doch immer wieder den Dreh zum Ursprung zurück zu finden - das gelingt den Dreien bereits auf beeindruckende Weise. Und so ganz nebenbei fällt der Satz, den sicher viele im Publikum nachsprechen können: "Für so viel Familie gibt es einfach nicht genug Feiertage". Stimmt. Und es gibt Dinge, die ändern sich nie.

Karten für Dienstag, 26. November, sowie für den 15. Dezember (Restkarten) in den Bonnticket-Shops der GA-Zweigstellen.

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