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Verkehr im Siebengebirge: Großbaustelle auf der L 331

Verkehr im Siebengebirge : Großbaustelle auf der L 331

Pendler im Siebengebirge müssen sich auf Verkehrsbehinderungen auf der L 331 einstellen. Noch in diesem Jahr soll die Strecke zwischen Ittenbach und Königswinter saniert werden. GA-Redakteurin Claudia Sülzen mit den Hintergründen.

Die schlechten Nachrichten für Pendler im Siebengebirge reißen nicht ab: Wie der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen auf Anfrage des General-Anzeigers bestätigte, muss mit der Landesstraße 331 eine der Hauptverbindungsstrecken zwischen Berg und Tal und Zufahrt zur Bundesstraße 42 saniert werden.

Wie genau die Arbeiten vonstatten gehen und welche Sperrungen nötig sein werden, stehe derzeit noch nicht fest, hieß es weiter. Klar sei: Die Fahrbahn auf dem gesamten Stück zwischen Ittenbach und Königswinter müsse erneuert werden, und das noch in diesem Jahr, hieß es seitens des Landesbetriebes.

Es ist die zweite Einschränkung im Verlauf der L 331, auf die sich die Autofahrer binnen eines halben Jahres einstellen müssen. Wie berichtet, hatten letzten Sommer die Abbiegespuren auf dem Brückenbauwerk der Ferdinand-Mühlens-Straße kurzfristig gesperrt werden müssen, da die Konstruktion in die Jahre gekommen ist.

Nun also ist die Fahrbahn der L 331 bis hinauf nach Ittenbach an der Reihe: Die Straße, die nach Erhebungen des Landesbetriebes von im Durchschnitt 13.200 Fahrzeugen in 24 Stunden befahren wird, sei arg „in Mitleidenschaft“ gezogen, so Sabrina Kieback, Sprecherin des Landesbetriebes Straßenbau.

Strecke von insgesamt 5,2 Kilometern Länge

Hinweisschilder wie am Wintermühlenhof weisen schon länger auf Schäden an der Fahrbahn hin. Nach verschiedenen Ausbesserungsarbeiten in den vergangenen Jahren müsse jetzt die gesamte Fahrbahndecke erneuert werden – ein Aufwand, der sicherlich nicht in einigen Tagen zu erledigen sein wird. Immerhin handelt es sich um eine Strecke von insgesamt 5,2 Kilometern Länge.

Dem Vernehmen nach ist als Startzeitpunkt für die Arbeiten der Monat Juni angepeilt. Das allerdings konnte die Sprecherin noch nicht bestätigen; derzeit liefen die notwendigen Abstimmungen mit dem Rhein-Sieg-Kreis und der Stadt Königswinter über die Maßnahme. Auch die Frage, ob zumindest zeitweise eine Komplettsperrung und damit erhebliche Umwegfahrten für Autofahrer nötig werden könnten, sei noch völlig offen.

„In der Regel versuchen wir jedoch, mit halbseitigen Sperrungen auszukommen“, so Kieback – zumal es sich bei der L 331 anerkanntermaßen um eine „besonders wichtige Pendlerstrecke“ handele. Allerdings sei dies neben den Bauabläufen auch davon abhängig, ob genug Platz vorhanden ist, um den Verkehr geordnet an der Baustelle vorbeizuführen.

Sicher indes ist bereits, was die Sanierung kosten wird. Die Arbeiten, die im Landeserhaltungsprogramm enthalten sind, werden mit insgesamt 400 000 Euro veranschlagt. Und fest steht auch, dass sich die Pendler auf Behinderungen einstellen müssen, wenn die L 331 zur Großbaustelle wird.