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Leben in Pennenfeld: Quartiersfonds: Die Bewohner entscheiden selbst

Leben in Pennenfeld : Quartiersfonds: Die Bewohner entscheiden selbst

Den eigenen Stadtteil verschönern, Nachbarschaftstreffs installieren, Kulturprojekte ins Leben rufen oder gemeinsame Ausflüge organisieren: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, den Gemeinschaftssinn im eigenen Ortsteil zu fördern und das Miteinander zu intensivieren.

In Pennenfeld zum Beispiel sorgt dafür seit einigen Jahren das Quartiersmanagement, das Vebowag, Arbeiterwohlfahrt, Caritas und die Stadt gegründet haben. Außerdem packen natürlich die Pennenfelder mit an, wie zum Beispiel beim Naturgarten, der an der Maidenheadstraße Gestalt annimmt.

Nun kommt weitere Schützenhilfe von der Stadt. Denn der 2009 auf Beschluss der Politik in Pennenfeld installierte Quartiersfonds soll aufgestockt werden. Bisher wurden jährlich 5 000 Euro zur Verfügung gestellt, um kurzfristig stadtteilbezogene Aktionen von Bürgern, Vereinen, Initiativen oder ähnlichem finanziell zu unterstützen. Künftig soll es pro Einwohner des Quartiers drei Euro geben, "was für den Bereich Pennenfeld einer Höhe von 14 200 Euro jährlich entspricht", heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung, die in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Thema sein wird.

Für welche Projekte das Geld eingesetzt wird, liegt in den Händen einer Jury, in der sieben Pennenfelder sitzen. Sie beraten über die eingegangenen Projektvorschläge für Pennenfeld und unterscheidet, welche wann unterstützt werden sollen. Moderiert und organisiert werden die Jury-Treffen, die alle zwei Monate stattfinden, vom Quartiersmanagement.

Wer Teil des Gremiums ist, steht indes noch nicht fest. Die Verwaltung hat "250 Bewohner ab 16 Jahren aus dem Quartier zufällig ausgewählt" und ihnen einen Brief geschickt, so die Stadt. Das Schreiben stelle noch keine Zusage für eine mögliche Teilnahme in der Jury dar. Wer mitmachen möchte, muss selbst aktiv werden und sich beim Amt für Soziales und Wohnen melden. "Sollten mehr positive Rückmeldungen eingehen als Juryplätze zur Verfügung stehen, entscheidet die Reihenfolge der Eingänge", heißt es in dem Brief.

Sobald sich genug Pennenfelder gemeldet und ihre Bereitschaft signalisiert haben, "wird mit Hilfe des Quartiersmanagements vor Ort für die Fördermöglichkeiten geworben, um ein baldiges Anlaufen zu ermöglichen", so die Verwaltung. Bisher sind nach Auskunft des städtischen Presseamtes XX Rückmeldungen eingegangen.