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Helmholtzstraße: So baut die Bahn den neuen Haltepunkt

Helmholtzstraße : So baut die Bahn den neuen Haltepunkt

Jetzt geht's los, an Aschermittwoch, so hat die Bahn versprochen: Doch an der Helmholtzstraße, wo der neue Haltepunkt der Bahn in Duisdorf entstehen soll, ruhte zumindest am Mittwochmittag noch still der See. Von den Vorbereitungen zum Bau war noch nichts zu sehen.

Wann und wie auch immer die Bauleute anrücken werden: Die Bürger warten gespannt darauf, zumal sie noch nicht wissen, wie man sich das Endergebnis vorstellen muss. Wo beginnen die beiden neuen Bahnsteige, wo enden sie?

Nach entsprechenden Protesten bei einer Bürgerversammlung hat die Bahn dem GA jetzt einen Plan zur Verfügung gestellt, aus dem die genaue Lage des Haltepunkts im Gelände erkennbar wird. Dabei wird deutlich: Der Bolzplatz wird nur ganz am Rande durch den Zugang zu den Bahnsteigen angekratzt.

Wie berichtet, baut die Bahn auf dem 31 Kilometer langen Teilstück von Bonn nach Euskirchen vier neue Haltepunkte und modernisiert fünf weitere Bahnhöfe. Das Projekt, zu dem auch die Erneuerung von Gleisen gehört, ist mit 66 Millionen Euro an Investitionen veranschlagt.

Allein der Haltepunkt an der Helmholtzstraße kostet 2,9 Millionen Euro und soll schon im Dezember für die Fahrgäste in Betrieb genommen werden. An dieser Stelle werden ab 2014 die höchste Zahl der Ein- und Ausstiege prognostiziert, nämlich 160 Fahrgäste pro Tag.

Besonderheit an der Helmholtzstraße ist - nach dem Modell des Duisdorfer Bahnhofs - eine Bike & Ride-Anlage mit 70 Plätzen und vier Behindertenparkplätze. Ansonsten sind jedoch keine neuen Parkmöglichkeiten vorgesehen, was bei den Bürgern für zwiespältige Reaktionen gesorgt hatte.

Wie berichtet, kommt es durch die Bauarbeiten vor allem in diesem Jahr zu erheblichen Einschränkungen: Mit Beginn der Sommerferien kommen die Züge nur noch halb so oft. So ist vom 22. Juli bis 29. September 2013 die Strecke zwischen Duisdorf und Bonn nur eingleisig zu befahren ist, weshalb die Züge in der Hauptverkehrszeit (HVZ) nur alle 30 statt alle 15 Minuten kommen.

Dafür wird das Sitzplatzangebot von 320 auf 480 Plätze pro Zug erhöht, indem ein dritter Triebwagen angehängt wird. Busse bieten dann Zusatzfahrten und Streckenverlängerungen an.