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Sugar MMFK: Abschiebung von Bonner Rapper aufgeschoben

Sugar MMFK : Abschiebung von Bonner Rapper aufgeschoben

Joao Diau alias Sugar MMFK aus Bonn darf vorerst in Deutschland bleiben. Der Abschiebetermin am 26. April sei nach seinen Angaben verschoben worden.

Der Rapper Sugar MMFK, der bürgerlich Joao Diau heißt und in Bonn lebt, darf vorerst in Deutschland bleiben. Der Abschiebetermin am 26. April sei verschoben worden, er warte nun auf einen Gerichtsprozess, den seine Anwältin angestoßen habe. Das verkündete der 26-Jährige nun auf Instagram. Die Stadt Bonn wollte ihn nach seinen Angaben wegen seiner kriminellen Vergangenheit nach Angola abschieben. Von dort sind seine Eltern vor mehr als 20 Jahren geflüchtet. Diau besitzt, obwohl er in Deutschland geboren ist, nur einen angolanischen Pass. Mehr als 35.000 Unterstützer unterschrieben eine Onlinepetition gegen seine Abschiebung.

Diau verbüßte einige Jugendstrafen, 2017 wurde er wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 2000 Euro verurteilt. Ein Verfahren wegen gemeinschaftlich begangener Körperverletzung läuft noch. Das Amtsgericht Neuwied verurteilte ihn 2017 zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten, laut Koblenzer Staatsanwaltschaft auf Bewährung. Diau legte Berufung und zweimal Revision ein, weshalb er in dieser Straftat noch als unschuldig gilt. Zwei weitere Verfahren aus dem Jahr 2016 sind mangels Tatnachweises eingestellt worden.