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Autobahnüberführung: Die Poppelsdorfer Baulücke bleibt

Autobahnüberführung : Die Poppelsdorfer Baulücke bleibt

Nicht wirtschaftlich und letztlich zu hohe Auflagen: Das ist für die Stadt ausschlaggebend dafür, dass an der Autobahnüberführung der Clemens-August-Straße nicht gebaut werden soll. Die Politiker der Bezirksvertretung Bonn sollen nun am 22. September den Beschluss fassen, das Projekt aufzugeben.

Wie berichtet, hatte sich der Bonner Architekt Ralph Schweitzer seit Jahren dafür starkgemacht, die Brücke über der Autobahn durch einen elf Meter breiten Deckel zu vergrößern und damit aufzuwerten. "Piazza Poppelsdorf" nannte sich diese Idee, das Poppelsdorfer Zentrum zu beleben. Bisher befinden sich auf der Brücke Verkaufs- und Imbissbuden. Schweitzer stellte sich einen Platz mit Marktständen vor.

Die Idee der Piazza wurde bereits 2014 aufgegeben. Doch der Wunsch, an der Stelle die Baulücke der Clemens-August-Straße zu schließen, blieb. Dass so etwas möglich ist, zeigt das Hotel President gegenüber: Auch das wurde damals - deutschlandweit einmalig - über der Autobahn errichtet.

Nun spricht sich die Stadt auch gegen ein Wohn- und Geschäftshaus aus - gedacht war an ein Studentenwohnheim. Denn ihr ist das Risiko bei diesem Tunnelbauwerk zu groß. Sämtliche Pflichten, das in Schuss zu halten, würde die Bundesautobahnverwaltung auf die Stadt übertragen, und die fürchtet, sie auch nach dem Neubau weiter erfüllen zu müssen. Die Baulückenschließung sei aus städtebaulicher Sicht am Ende aber wünschenswert.