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Karnevalsbilanz aus Bonn und der Region: Illegaler Zug in Seelscheid gestoppt

Karnevalsbilanz aus Bonn und der Region : Polizei stoppt illegalen Zug in Seelscheid

Während sich die Bonner Jecken an den Karnevalstagen größtenteils an die Corona-Maßnahmen hielten, sorgte ein illegaler Karnevalszug in Seelscheid mit etwa 30 Wagen für Aufruhr.

Trotz Corona-Lockdown und Feierverbot fand am Samstag gegen 14 Uhr auf der Zeithstraße in Seelscheid ein unzulässiger Karnevalsumzug statt. Etwa 30 zum Teil geschmückte Fahrzeuge waren laut Gemeinde im Konvoi unterwegs, darunter mehrere Traktoren und Autos sowie ein hergerichteter Motto-Wagen. Es kam dadurch zu einem Verkehrsrückstau auf der B 56. „Mit Hilfe der Polizei wurde die nicht genehmigte Veranstaltung aufgelöst, und die Teilnehmenden erhielten einen Platzverweis“, teilte die Gemeinde am Montag mit.

Zur konsequenten Ahndung der Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung stellten Ordnungsamt und Polizei die Personalien aller Fahrzeugführer fest. Zudem müssen die Teilnehmenden des Konvois mit einem Bußgeld von bis zu 500 Euro wegen der nicht genehmigten Sondernutzung der Straße rechnen. Bürgermeisterin Nicole Berka kritisierte den Umzug scharf und bezeichnet das Verhalten als unverantwortlich und unsolidarisch: „Es ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, um fröhlich Karneval zu feiern.“

In Siegburg und Sankt Augustin hingegen war es seit Weiberfastnacht ruhig, sodass die Ordnungsämter am Rosenmontag zwar kontrollierten, aber nicht mit verstärktem Personaleinsatz unterwegs waren.

Bilanz für die Karnevalstage in Bonn

In Bonn sind die Karnevalstage nach Einschätzung des Stadtordnungsdienstes ruhig verlaufen. Wie die Stadt mitteilte, hätten sich die Bonner verständnisvoll gezeigt und die Corona-Regeln eingehalten. Lediglich an Weiberfastnacht und am Karnevalssamstag lösten die Ordnungsdienste jeweils zwei unerlaubte Partys auf. Verteilt auf die Partys hätten demnach insgesamt 30 Jecken gegen die Corona-Regeln verstoßen, nach denen derzeit keine Partys erlaubt sind. Die Beteiligten wurden angezeigt und müssen nun mit einem Bußgeld von jeweils 250 Euro rechnen. Den Gastgebern drohen sogar Bußgelder in Höhe von bis zu 500 Euro.

Die Wache GABI (Gemeinsam Anlaufstelle Bonn-Innenstadt) war an Weiberfastnacht im Zusammenhang mit Karneval zweimal wegen nächtlicher Ruhestörung gefordert. Sie sorgte dafür, dass die für die Abendstunden aus den Wohnungen schallende, deutlich zu laute Karnevalsmusik leise gestellt wurde. Verstöße gegen Corona-Regeln gab es über die Karnevalstage in der Innenstadt durch feiernde Jecken nicht.

(ga)