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Onlineforum "Bonn-packts-an": "Kläglich gescheitert"

Onlineforum "Bonn-packts-an" : "Kläglich gescheitert"

10.911 Besucher, 4.404 registrierte Teilnehmer, 4.241 Kommentare, 390 Vorschläge. So sieht die Bilanz von Bonn-packts-an aus, der Online-Plattform der Stadt Bonn zum städtischen Haushalt, der am Freitag zu Ende ging. Auf Platz eins der votierten Einsparvorschläge: Nein zum Festspielhaus.

Wie berichtet, gehen die 25 Vorschläge aus der sogenannten Bestenliste zur weiteren Beratung in den Stadtrat. Darunter stehen Vorschläge, wie den Fahrdienst einzustellen, den Stadtrat zu verkleinern (was aufgrund der vielen kleinen Parteien und Einzelverordneten nicht geht) oder beim Führungspersonal zu sparen (was die Koalition mit der Zusammenlegung zweier Dezernate tun will).

Auch bei der OB-Wahl zu sparen steht ganz oben auf den Vorschlägen - auch die kann man ja nicht ausfallen lassen. Unter den Spitzenvorschlägen stehen auch Forderungen, wo nicht gespart werden soll: bei den Offenen Ganztagsschulen, beim Deutschen Museum, bei öffentlichen Veranstaltungen wie Klangwelle und Kunst!Rasen (die von privater Hand durchgeführt werden) und den Öffentlichen Büchereien.

Für den Projektbeauftragten "Internet und Demokratie" der Konrad-Adenauer-Stiftung Stephan Eisel ist auch die dritte Ausgabe des sogenannten Bürgerhaushalts "kläglich gescheitert". Eisel: "Erneut haben sich deutlich weniger als zwei Prozent der Wahlberechtigten in Bonn an der Internetbefragung beteiligt. Irreführend setzt die Bonner Stadtverwaltung dabei die Zahl der registrierten E-Mail-Adressen mit Bonner Bürgern gleich. Tatsächlich konnte man sich aber mehrfach registrieren."