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After-Job-Party in Bonn: So läuft eine Halloween-Party in Corona-Zeiten ab

After-Job-Party in Bonn : So läuft eine Halloween-Party in Corona-Zeiten ab

Im Hotel Königshof in Bonn startete am Samstag einen Tag vor dem eigentlichen Halloween-Termin die After-Job-Party unter dem Grusel-Motto in ihre Saison. Aber vor der Party kam die Einlasskontrolle, und die fiel aufwändiger aus.

Eine Reihe Schreckgestalten stieg aus dem Taxi, das gerade vor dem Hotel Königshof vorgefahren war, darunter ein Zombie und eine Art Vampirin. Eine Gestalt im blutverschmierten Nachthemd, Hexen, ein Werwolf, eine Mumie und einige Steampunk-Fans reihten sich ein, als der Einlass begann. Am Samstag wurde in dem Hotel Halloween gefeiert, und es war der Auftakt der Bonner After-Job-Partys.

Aber vor der Party kam die Einlasskontrolle und die fällt in diesen Zeiten aufwändiger aus. Nicht nur Ticket und Taschen wurden kontrolliert, sondern auch der 3G-Plus-Status: Nur wer geimpft oder genesen war oder einen höchstens 48 Stunden alten PCR-Test vorweisen konnte, durfte hinein. Das Sicherheitspersonal war penibel: immer mussten die Gäste auch ihren Personalausweis zeigen. In mindestens einem Fall wurde eine Person wieder weggeschickt, die offenkundig einen alten Test mit einem neuen Datum versehen hatte.

Hotelsaal nur zu etwa 75 Prozent ausgelastet

Die Gäste störten sich nicht daran. „Der Einlass war einigermaßen entspannt“, sagte Mike, der mit Thomas und Ken als Ghostbusters mit selbstgebasteltem Outfit gekommen waren. Wichtiger sei, dass man das erste Mal seit langer Zeit wieder feiern könne. Kirsten und Matthias nahmen die Kontrollen ebenfalls gelassen hin. Sie hatten als „absolute After-Job-Party-Gänger“ recht lange darben müssen. „Normalerweise sind wir auf allen Schiffen unterwegs.“ Auch Vampirin Jenny und ihr Begleiter mit dem Gruselgesicht hatten das Partymachen lange vermisst. Die Einlasskontrollen gehörten ja dazu, meinten sie. Aber dass man im Eingangsbereich des Hotels Maske tragen müsse und unten im Saal nicht: „Da steckt keine Logik hinter.“ Aber eine Verordnung.

Eine Besucherbeschränkung habe man nicht, sagte Veranstalter Rico Fenoglio, Chef der Wanted GmbH, die neben den Corona-Einbußen im Sommer auch noch die Flut im Hauptsitz Bad Neuenahr über sich ergehen lassen musste. Aber man habe sich entschieden, den Hotelsaal nur zu etwa 75 Prozent auszulasten. „Wir wissen ja nicht, wie die Leute drauf sind.“ Zum einen, weil sie so lange aufs Feiern verzichten mussten, zum anderen, weil Menschen an Halloween immer etwas anders ticken. Da wollte man eine gewisse Übersicht wahren. Und deshalb habe man die Party auch einen Tag vor dem eigentlichen Halloween-Termin terminiert. Auch das störte die Besucher nicht: sie waren zum Feiern da, weniger wegen des amerikanischen Gruselfestes.

Preissteigerung bei den Technikern

Mit großen Gewinnen durch die Party sei nicht zu rechnen, sagte Fenoglio. Weniger Publikum, dafür mehr Sicherheitspersonal bei den Kontrollen, das bezahlt werden müsse, und „eine Preissteigerung bei den Technikern um 80 Prozent“. Denn viele Veranstaltungstechniker hätten sich in der Pandemie andere Jobs gesucht, die Verbleibenden seien eben teuer. Zudem seien die eigenen Traversensysteme alle an der Ahr im Einsatz, für Sound und Beleuchtung musste man deshalb andere Gerüste anmieten. Aber es sei wichtiger, überhaupt wieder präsent zu sein und den Leuten etwas anzubieten.

Am 11. November steigt ab 13.11 Uhr die Karnevalsauftakt-Party im Beueler Brückenforum mit Cat Ballou und den Höhnern. Auch hier gelten die 3G-Plus-Regeln. Karten auf www.bonnticket.de.