1. Region
  2. Voreifel & Vorgebirge
  3. Swisttal

Deutsche Slotcar-Meisterschaft: Mit 55 km/h über die Rennstrecke in Heimerzheim

Deutsche Slotcar-Meisterschaft : Mit 55 km/h über die Rennstrecke in Heimerzheim

Wer glaubt, dass große Formel-1-Rennen hierzulande nur am Hockenheim- oder Nürburgring stattfinden, der irrt gewaltig. Denn am Wochenende traf sich in Heimerzheim die Elite der Slotcar-Fahrer. 40 Teilnehmer kämpften dann um die internationale deutsche Slotcar-Meisterschaft.

Dort betreibt der 58-jährige Jürgen Landsberg seit 2007 das Rennzentrum der Slotracing-Freunde Heimerzheim. Hobbyrennfahrer aus ganz Deutschland, aber auch aus den Niederlanden, Kroatien und Tschechien waren mit ihren Formel-1-Wagen im Maßstab 1:24 ins Vorgebirge gereist und kämpften um die internationale deutsche Meisterschaft.

Bereits am Freitagnachmittag drehten die Fahrer im Rahmen eines freien Trainings mit ihren Miniboliden Runde um Runde auf der Rennstrecke, auch Slotcar-Bahn genannt. Dabei schraubten und bastelten sie noch fleißig an ihren 20 Zentimeter großen und 130 Gramm schweren Rennfahrzeugen. Denn auch in der Miniaturwelt der Formel 1 kommt es auf die richtigen Reifen, die optimale Motoreinstellung und die perfekte Karosserie an. "Jedes Auto ist ein Unikat und kostet schnell mehrere Hundert Euro", so Landsberg.

Am Samstag fand ein offizielles Training mit anschließender Wagenabnahme statt. "Die Wagen sind technische Meisterleistungen auf kleinstem Raum. In ihnen stecken viele Hundert Arbeitsstunden für die Entwicklung und den Bau", schwärmt Weltmeister Ralph Seif (47) aus Trier. Neben den Fahrern hatten sich am Finalsonntag auch viele neugierige und interessierte Zuschauer in der 350 Quadratmeter großen Halle eingefunden. Nach einem Qualifying für die Startaufstellung auf der 55 Meter langen Bahn, einer Nachbildung der belgischen Formel-1-Strecke in Spa-Francorchamps, gab der Rennleiter den Startschuss für das erste offizielle Rennen. 40 Modellautos schossen daraufhin mit bis zu 55 Stundenkilometer über die Rennpiste. Jeder Teilnehmer absolvierte sechs Rennen à sieben Minuten. Am Ende setzte sich Nick de Wachter (28) aus dem niederländischen Amsterdam durch. Sieger in der Ü 50-Wertung wurde Gastgeber Jürgen Landsberg.