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Ausstellung "Schwarz-Weiß": Radikaler Verzicht auf Farben

Ausstellung "Schwarz-Weiß" : Radikaler Verzicht auf Farben

"Verzicht auf Farbe" - so lautet seit 35 Jahren das unausgesprochene Motto für die Bad Godesberger "Schwarz-Weiß"-Ausstellung im Haus an der Redoute. Einst als Aschermittwochs-Präsentation vom ehemaligen Godesberger Bezirksvorsteher Norbert Hauser eingeführt, ist "Schwarz-Weiß" für viele Godesberger Künstler seither eine feste Größe im lokalen Kunstkalender.

Seit 1980 werden nach einem Konzept des verstorbenen Künstlers Helmut Richter-Rangsdorf Werke präsentiert, die sich nach der bunten Karnevalszeit durch den Verzicht auf Farbe auszeichnen. Diese Abstinenz im farblichen Ausdruck erfordert vom Künstler eine intensivere Beschäftigung mit dem Inhalt und der Aussagekraft seines Werkes.

Ab sofort können sich Künstler, die ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Bad Godesberg haben, für die Teilnahme an der kommenden "Schwarz-Weiß"-Ausstellung bei der Bezirksverwaltungsstelle bewerben. Für die begehrten Ausstellungsplätze, über die eine Jury aus Mitgliedern der Bonner Kunstszene entscheidet, können sich die Künstler mit bis zu drei Arbeiten aus den vergangenen drei Jahren aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Grafik und Skulptur bewerben.

Für Plastiken und Objekte wird ein schwarz-weiß gestrichener Sockel verlangt. Die Bilder sollen "hängefertig" eingereicht werden, sagt Jörg Pfohl von der Bezirksverwaltungsstelle. Er hat bereits rund 150 Künstler angeschrieben. Im vergangenen Jahr gab es 80 Anmeldungen, ausgestellt wurden 66 Werke von 45 Künstlern. Die Bilder sollen maximal einen Meter breit und eineinhalb Meter hoch sein. Bewerbungsschluss ist am 15. Dezember. wem

Weitere Informationen gibt es bei Jörg Pfohl unter der Rufnummer 02 28/77 31 79.