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Beleuchtung der Rheinaue: Licht für finstere Wege in der Beueler Rheinaue

Beleuchtung der Rheinaue : Licht für finstere Wege in der Beueler Rheinaue

Der Abschnitt der Beuler Rheinaue, zwischen Wolkenburgweg und Bonner Bogen steht seit längerem in der Kritik. Der unbeleuchtete Streckenabschnitt soll nun eine Beleuchtung erhalten.

Ein Aufregerthema könnte sich jetzt erledigen: der immer noch stockfinstere Abschnitt in der Beueler Rheinaue. Fast 20 Jahre hat es gedauert, bis die regelmäßig von Bürgern angemahnte Beleuchtung auf den Geh- und Radwegen am Rhein zwischen Wolkenburgweg und Bonner Bogen in Aussicht gestellt werden kann. Für die Oktobersitzung der Bezirksvertretung hat die Verwaltung eine Beschlussvorlage dazu ausgearbeitet. In der Vergangenheit hatten sich die Politik bereits mehrfach dafür ausgesprochen.

Für die Umsetzung fehlte unter anderem bislang das Geld. Nach der vorliegenden Planung sollen 26 zusätzliche Lampen auf der Strecke zwischen Südbrücke und Bonner Bogen installiert werden. Die Kosten belaufen sich auf 150 000 Euro. Sollte die Bezirksvertretung den Beschluss fassen, stünden die Finanzmittel sofort bereit. Denn der Betrag ist laut Verwaltung für 2017 veranschlagt. Der Betrieb der Anlage einschließlich Rückstellungen für Wartung und spätere Erneuerung würde 4600 Euro jährlich kosten. Die Summe wird für den Haushalt 2019/20 angemeldet.

Bereits 1999 gab es einen Bürgerantrag zum Lückenschluss, der von der Bezirksvertretung Beuel einstimmig angenommen wurde. Allerdings tat sich nichts. Die Umsetzung des Beschlusses ließ auf sich warten. Zehn Jahre später wurde der Bürgerantrag erneut gestellt. Diesmal hatten sich auch Sportvereine, der Kreisverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs sowie die Bürgervereine von Limperich und Ramersdorf dem Antrag angeschlossen. Die Politik befürwortete die Sache erneut. Damals wurden als Anschubfinanzierung 30 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Doch die Umsetzung ließ erneut auf sich warten. Anfang 2014 wurde der Betrag aus dem Haushalt gestrichen.

26 Laternen sollen Licht bringen

„Bereits seit langer Zeit wird einer Ergänzung der Parkbeleuchtung der Rheinauen angestrebt“, schreibt die Verwaltung zutreffend in ihrer Beschlussvorlage. Mit der Maßnahme solle die die Nutzung der Geh- und Radwege als Verbindung zwischen Wohn- und Gewerbegebieten in der Dunkelheit „kriminologisch verbessert werden“. Spaziergänger und Jogger haben dem General-Anzeiger in der Vergangenheit wiederholt bestätigt, dass sie den unbeleuchteten Streckenabschnitt vor allem im Herbst und Winter aus Angst oder wegen der Gefahr zu stolpern und zu stürzen meiden würden. Viele Jogger behalfen sich mit einer Stirnlampe.

Aus Sicht der Verwaltung wird der Nutzen der vorhandenen Infrastruktur durch den Lückenschluss mit Licht erheblich erhöht. Als ein Beispiel führt sie die von lokalen Sponsoren geförderte Lauftraining-Strecke – Drei-Brücken-Runde – in den Abendstunden an. Für den Ausbau ist es erforderlich, elektrische Versorgungseinrichtungen und Kabelanlagen zu erweitern. Außerdem muss beim Aufstellen der Lampen auf die bestehende Vegetation Rücksicht genommen werden. Die 26 Laternen sollen nach Möglichkeit auf dem Mittelstreifen zwischen dem parallel verlaufenden Geh- und Radweg installiert werden.