Kommentar zum Bornheimer Ortszentrum Eine Leitidee fehlt

Meinung | Bornheim · In einem Aufruf hat der General-Anzeiger seine Leser in Bornheim gefragt, wie sie die Königstraße und den Peter-Fryns-Platz bewerten. Diese kritisieren vor allem die Einbahnregelung und den Parkplatzmangel.

Was soll der Peter-Fryns-Platz sein? Auf diese Frage hat man in Bornheim noch keine richtige Antwort gefunden. Eine Fläche zum Abstellen von Autos jedenfalls nicht mehr. Schließlich ist das zentrale Parken dort nicht mehr möglich.

Ein Areal mit viel Aufenthaltsqualität ist der nach dem langjährigen Bornheimer Pfarrer benannte Platz aber auch nach der Umgestaltung nicht geworden. Dazu gibt es zu wenige Sitzgelegenheiten, und die vorhandenen sind in der Tat ungünstig angeordnet. Was bleibt, ist ein schön gepflasterter und offener, aber deshalb auch sehr leerer Platz.

Das muss aber nicht sein. Ein, zwei Spielgeräte, vielleicht ebenso viele Grünelemente wie Beete oder Bäume, und der Platz sähe schon viel schöner aus. Sicher würden sich in einem solchen Fall auch Möglichkeiten für Feste wie Weihnachtsmarkt und Kirmes finden, wenn Bühnen und Buden auf dem Platz stehen. So könnte man beispielsweise über leicht (ab-)montierbare beziehungsweise leicht versetzbare Spielgeräte, Bänke und Pflanzen nachdenken.

Funktionsfläche oder Naherholungsort: Es scheint, als fehle es an einer Leitidee für den Peter-Fryns-Platz. Solange es diese aber nicht gibt, wird der Platz weitgehend ungenutzt bleiben. Sicher: Bornheim hat kein solches Stadtzentrum wie etwa Rheinbach oder Brühl. Dennoch kann das vorhandene mit einfachen Mitteln belebter werden.

Und wenn mehr Menschen den Peter-Fryns-Platz nicht nur als Durchgangs-, sondern als Verweilfläche erachten, lohnt sich eventuell auch ein kleines Außencafé oder zunächst ein Caféwagen dort; ein Schritt nach dem anderen. Vielleicht hat der nun beschlossene runde Tisch ja den Mut, diese zu gehen.

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