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Neues Wohngebiet in Meckenheim: Die Sonnenseite ist ausverkauft

Neues Wohngebiet in Meckenheim : Die Sonnenseite ist ausverkauft

Hinter dem Meckenheimer Bahnhof wird kräftig gebaut, und das wird sich in den kommenden Monaten fortsetzen: Alle Grundstücke im künftigen Wohngebiet "Meckenheimer Sonnenseite" sind verkauft.

Der nächste Abschnitt dieser sogenannten Nördlichen Stadterweiterung kann in Angriff genommen werden, wenn die Verkehrsanbindung fertiggestellt ist. Hier eine Übersicht über die Planung:

  • Meckenheimer Sonnenseite: Auf rund 7,8 Millionen Euro beziffert der Erschließungsträger und Grundstückseigentümer, WGZ Immobilien und Treuhand GmbH (WGZ I+T), die Investition in das Neubaugebiet jenseits der Bahnlinie. Die WGZ I+T ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der WGZ Bank Düsseldorf, der Zentralbank der Volksbanken, Raiffeisenbanken und Spar- und Darlehenskassen. Nach einer knapp siebenmonatigen Erschließung wird jetzt auf einer Nettobaufläche von rund 31 000 Quadratmetern gebaut. Die 83 Grundstücke mit 200 bis 590 Quadratmetern seien verkauft oder reserviert, so die WGZ.
  • Familienzentrum: Im Mai hatte der Rat beschlossen, die Kindertagesstätte mit Familienzentrum für das Baugebiet im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP-Modell) zu bauen: Ein privater Investor errichtet das knapp drei Millionen Euro teure Objekt, die Stadt bleibt Eigentümerin von Grundstück und Gebäude. Sie plant für 30 Jahre jährlich rund 120 000 Euro für Zins und Tilgung ein. Geplant sind Räume für vier Kita-Gruppen mit 22 Plätzen für unter Dreijährige sowie Räume für das Familienzentrum und für Therapien. Auch die Spielgruppe "Mauseloch" soll dort unterkommen. Die Stadt bereitet die Ausschreibung vor, so der Technische Beigeordnete, Heinz-Peter Witt.
  • Unterführung: Weiterwachsen kann die Nördliche Stadterweiterung erst, wenn die Unterführung am Ortseingang fertig ist. "Wir würden gerne 2013 mit dem Bau der Unterführung beginnen", so Witt. Sie ersetzt die Bahnübergänge Kalkofenstraße und Baumschulenweg. Geplant ist eine spätere Anbindung an die K 53 (Lüftelberger Straße). Die Stadt muss rund ein Sechstel der Maßnahme tragen, rund 1,7 Millionen Euro.
  • Fußgängerunterführung: Die Unterführung unter den Bahngleisen bindet das Baugebiet für Fußgänger und Radfahrer an Bahnhof und Altstadt an. Die Stadt verhandelt mit Bahn, Bund und Land. Die Bahn baut jedoch erst, wenn der neue Hausbahnsteig fertig ist. Der Spatenstich dafür soll Anfang 2013 sein. Die Stadt steuert zur Unterführung rund 710 000 Euro bei, weil sie breiter und heller als Standard-Bahnunterführungen sein soll.
  • Bahnhofsgebäude: Das historische Bahnhofsgebäude samt Grundstück will die Stadt verkaufen. Gewünscht ist, dass dort Gastronomie entsteht. Die Nutzung der Wohnungen in den oberen Geschossen ist offen, je nach den Sanierungsvorschlägen der Interessenten.

Das neue Domizil der RVK
Im Zeitplan liegt der Umbau der früheren Raiffeisen-Warenzentrale an der Kalkofenstraße am Rande des neuen Wohngebietes zur Niederlassung der Regionalverkehr Köln (RVK) GmbH. Laut RVK-Zentrale soll er zum Jahresbeginn abgeschlossen sein.

Das gilt auch für den Anbau, in den bekanntlich zwei Einrichtungen des Kreises ziehen: das Jugendhilfezentrum des Kreises, das für Alfter, Swisttal und Wachtberg zuständig ist, sowie das Straßenverkehrsamt. Die RVK hat nach eigenen Angaben in das Meckenheimer Projekt rund 4,4 Millionen Euro investiert.