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Meckenheim: Küpper stellt erstes energieautarkes Industriegebäude vor

Pionier im Innovationspark Meckenheim : So funktioniert das erste energieautarke Industriegebäude

Die Heizungs- und Sanitärfirma Küpper versorgt sich am neuen Standort in Meckenheim mit selbst produzierter Energie.

 Die Heizungs- und Sanitärfirma Küpper ist Pionier im neuen Bio-Innovationspark in Meckenheim. Peter Küpper, Tochter Vera Küpper-Racke und die stellvertretende Bürgermeisterin Ariane Stech eröffneten mit Vertretern der Handwerkskammer zu Köln und des Zentralverbands Sanitär, Heizung und Klima sowie Zeyad Abul-Ella, Geschäftsführer des Wasserstoffenergieanlagen vertreibenden Unternehmes hps, das erste energieautarke Gebäude im neuen Unternehmerpark. Im neuen Geschäftssitz kombinierten die Pioniere erstmals umfangreiche Technik für nachhaltige Energiewirtschaft bis zur Herstellung eigenen Wasserstoffs.

Überschüssiger Strom geht ins Netz

„Wir haben schon vor Jahren die Erdwärmetechnik verbaut“, berichtet Hausherr Peter Küpper von der Innovationsbereitschaft seines Unternehmens. Als die Niederlassung in Ippendorf zu klein wurde, packte er die Gelegenheit beim Schopf, sich im neuen, auf nachhaltige Energie ausgerichteten Unternehmerpark der Apfelstadt anzusiedeln. Mit der Kombination von knapp 500 Quadratmeter Solarpaneelen auf drei von vier Hausfronten, neuer Wasserstofftechnik und ausreichend Batteriespeichern soll das Gebäude ab dem Jahr 2022 nicht nur energieautark sein. Zusätzlich soll nicht selbst benötigter Strom aus der hauseigenen Erzeugung ins regionale Stromnetz eingespeist werden.

Speicher ist zu 27 Prozent gefüllt

Die Solartechnik ging in diesem Jahr erst im Herbst in Betrieb. Zur offiziellen Eröffnung zeigte der Füllstand der Batteriespeicher bereits 27 Prozent. „Zuerst deckt die Solarenergie den Bedarf des Gebäudes. Überschüssige Produktion fließt in den Batteriespeicher“, erklärte Küpper die Reihenfolge. Produzieren die Paneels noch mehr Strom, wird er per Elektrolyse mit Hilfe von Wasser in Wasserstoff umgewandelt. In Druckflaschen aufbewahrt, stillt der gelagerte Wasserstoff möglichen Energiehunger im Winter, wenn die Solaranlage weniger Strom produziert.