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1000 Gesamtschüler laufen in der Rheinaue: Ein Zeichen setzen gegen Rassismus

1000 Gesamtschüler laufen in der Rheinaue : Ein Zeichen setzen gegen Rassismus

Sportlichen Einsatz für mehr Toleranz demonstrierten gestern rund 1000 Schüler der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule in der Rheinaue. Dabei ging es nicht nur sportlich, sondern auch politisch zu. Unter dem Motto "Wir bewegen uns - motiviert für Toleranz" machten Schüler und Lehrer Front gegen Rassismus und Extremismus.

Den traditionellen Crosslauf um den Rheinauensee kombinierten die Schüler in diesem Jahr mit der "Aktion Courage", die 1992 von Bürgerinitiativen, Menschenrechtsgruppen, Vereinen und Einzelpersonen gegründet worden war. "Courage" fordert und fördert die gesellschaftliche Teilhabe und politische Mitbestimmung von Menschen nichtdeutscher Herkunft. So trugen beispielsweise Schüler Transparente mit der Aufschrift "Integration und Migration sind kein Problem." Gut gelaunt, gekleidet im Aktions-T-Shirt, freute sich Schulleiterin Andrea Frings über das Engagement von Schülern und Schülervertretung. "Mit der Aktion wollen wir zeigen, dass wir zu Vielfalt stehen und uns gemeinsam gegen Rassismus und Intoleranz wenden."

Gelaufen wurden verschiedene Strecken rund um den See "für Ehre und Spaß", sagte Frings. Für Sportlehrer Hans-Michael Klein war es übrigens der letzte Crosslauf, da er demnächst in Rente geht. Er hatte 1991, als er noch an einer Schule in Röttgen tätig war, den "Crosslauf um den Röttgener See" initiiert. "Für die Königsdisziplin 'Ironman' müssen die Schüler immerhin vier Kilometer zurücklegen."