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Knöllchen-Streit: Stadt Bonn wehrt sich gegen Abzockevorwurf

Knöllchen-Streit : Stadt Bonn wehrt sich gegen Abzockevorwurf

Die Stadt Bonn hat sehr verärgert auf den Abzockevorwurf eines Beueler Unternehmers reagiert und hält ihm vor, den Sachverhalt falsch darzustellen. Der Konter der Ordnungshüter wird mit dem Foto des Außendienstmitarbeiters belegt, das tatsächlich einen anderen Tatbestand vermittelt.

Was war geschehen? Klaus Gerwing hatte seinen Porsche Cayenne auf einem kleinen Parkplatz am Rande der Poppelsdorfer Allee abgestellt. Da sein Wagen rund zwei Meter breit ist, hat er ihn über die Begrenzungslinie der Parktasche hinaus platziert. Nach Ansicht des Ordnungsdienstmitarbeiters war das rücksichtslos.

Folge war ein Knöllchen in Höhe von zehn Euro wegen nicht platzsparenden Parkens. Das brachte wiederum Gerwing in Rage. Der Geschäftsführer eines Beueler Unternehmers lichtete die Situation ab und schrieb einen Beschwerdebrief an die Stadt. Die Verwaltung ging dem Vorwurf nach und stellte dabei fest, dass beide Fotos nicht identisch waren.

"Das Überschreiten der Parkplatzfläche wird nur dann von uns geahndet, wenn damit eine Gefahr, beziehungsweise eine Behinderung verbunden ist. Im vorliegenden Fall war der Fiat durch den SUV so zugeparkt, dass ein Einstieg nicht mehr möglich war. Deshalb hat der Verkehrsaufseher sein Ermessen richtig ausgeübt und eine Verwarnung ausgestellt", teilte Elke Palm, Mitarbeiterin des städtischen Presseamts, dem GA mit.

Auf Nachfrage erklärte Klaus Gerwing: "Erst beim Ausparken habe ich das Knöllchen bemerkt. Ich bin wieder in die Parktasche gefahren und habe dann erst das Foto gemacht. Es kann durchaus sein, dass ich dabei nicht genau den selben Abstand zum Nachbarauto eingehalten habe. Das war aber bestimmt keine Absicht und ändert auch nichts an meiner Verärgerung."

Nächste Woche wird im Bonner Stadthaus eine Aussprache zwischen Klaus Gerwing und der Amtsleiterin der städtischen Bürgerdienste, Evi Zwiebler, stattfinden.