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Bernhard Jaumann im Polizeipräsidium: "Stunde des Schakals" fesselte die Zuhörer

Bernhard Jaumann im Polizeipräsidium : "Stunde des Schakals" fesselte die Zuhörer

Als Geheimtipp werden die Krimilesungen im Polizeipräsidium mittlerweile nicht mehr gehandelt. Sie sind zur festen Größe im rheinischen Literaturbetrieb geworden, wohl auch wegen des sicheren Händchens, dass der Krimi- und Kulturverein (KuK) der Bonner Polizei bei der Auswahl seiner Autoren hat. Mit Bernhard Jaumann wurde Mittwochabend erneut ein Deutscher Krimipreisträger begrüßt. Er las aus seinem vielfach ausgezeichneten Namibia-Krimi "Die Stunde des Schakals".

"Als wir vor etwa anderthalb Jahren Jaumann verpflichteten, wussten wir natürlich noch nicht, dass er mit dem Preis ausgezeichnet wird", so der KuK-Sprecher Jörg Pfefferkorn. Stolz und erfreut sei man nun, ihn begrüßen zu dürfen, sagte er. Meist würden sich die Autoren für einen Auftritt bewerben, Jaumann habe man aber direkt angefragt, ergänzte er.

"Ich sagte gleich zu und habe mich erst im Nachhinein über die Veranstaltung informiert und dann gemerkt, dass es wirklich etwas Großes ist", so Jaumann. Er freue sich sehr, vor einem Publikum dieser Größe und in diesem besonderen Rahmen lesen zu können, sagte der Autor.

Mit Bedacht wählte er Ausschnitte aus seinem Politthriller aus. "Ich habe mich in ihm eines historischen Falles angenommen und versuche in den Auszügen die Grundlagen der Geschichte und die wichtigsten Personen vorzustellen", erklärte er.

19 Jahre nach dem Mord an dem Anwalt Anton Lubowski stösst Jaumanns Ermittlerin Clemencia Garises auf eine Attentatserie, bei der die damaligen Täter des südafrikanischen Geheimdienst nach und nach ermordet werden. "Auch in meinem in zwei Wochen erscheinenden Roman Steinland wird Garises wieder ermitteln", verriet der Autor.

Beim nächsten Krimiabend am Mittwoch, 28. März, liest ab 19 Uhr Jan Seghers im Polizeipräsidium, Königswinterer Straße 500. Karten dafür gibt es im Vorverkauf für 5 Euro in der Buchhandlung Max & Moritz, Adrianstraße 163.