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Brückensanierung in Bonn: Abbruch der Viktoriabrücke muss bis Ende des Jahres erfolgen

Brückensanierung in Bonn : Abbruch der Viktoriabrücke muss bis Ende des Jahres erfolgen

Die Stadt Bonn ist optimistisch, dass die Vergabe zum Abbruch der Viktoriabrücke im zweiten Anlauf klappen wird. Aufgrund von Messungen kommt es in der Nacht zu Mittwoch zu Verkehrseinschränkungen.

Die Stadt hat auf der Suche nach einem Abbruchunternehmen, das die Stahlrampenwände der Viktoriabrücke abreißen soll, mit sieben Firmen Kontakt aufgenommen. Das sagte die Verwaltung im jüngsten Planungsausschuss. Nachdem die Stadt auf eine öffentliche Ausschreibung kein Angebot erhalten hatte, ruhen die Arbeiten auf der Brücke, die planmäßig Mitte April hätten beginnen sollen.

Auf eine große Anfrage der SPD hin wollte deren planungspolitischer Sprecher Helmut Redeker wissen, auf welchem Stand die Vergabe ist. Die Stadtverwaltung geht laut Stefan Pieper aus dem Tiefbauamt davon aus, dass alle sieben Unternehmen bis zum Ende der Ausschreibung am 28. Juni ein Angebot abgeben werden. „Wir wollen im Juli den Auftrag vergeben und sind optimistisch, dass das klappen wird“, erklärte Pieper.

Die nächsten Sperrzeiten sind 2018 geplant

Man sei ebenso optimistisch, den Zeitplan zur aufwendigen Sanierung einhalten zu können. Wichtig sei dabei, dass die mit der Deutschen Bahn vereinbarten Sperrpausen für den Bahnverkehr nicht platzen. Die nächsten dieser Sperrzeiten seien für Mitte 2018 geplant. Tiefbauamtsleiter Peter Esch betonte auf Nachfrage: „Die jetzt zum zweiten Mal ausgeschriebenen Abbrucharbeiten sollen bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Wirklich wesentliche Verzögerungen für das Gesamtprojekt sind nicht zu erwarten.“ Man habe zeitliche Puffer eingeplant, um die Sperrpausen nicht zu verpassen, so Esch, und sei nun froh darüber.

Der weitere Bauablauf sieht vor, dass Anfang des Jahres der Neubau der Wände an der Ostseite und die Anpassung der Widerlager erfolgen soll. Das sind die Brückenteile an den Enden, auf denen die Stahlträger aufliegen. Insgesamt wird die im vergangenen Jahr begonnene Sanierung vermutlich dreieinhalb Jahre dauern. Zunächst wird die Ostseite gen Hauptbahnhof abgerissen und neugebaut, danach die Westseite, um den Verkehr durchgängig aufrecht erhalten zu können. Redeker zeigte sich im Planungsausschuss skeptisch: „Wollen wir hoffen, dass der Zeitplan zu halten ist.“

Verkehrsbeeinträchtigungen in der Nacht zu Mittwoch

Wie das Tiefbauamt mitteilte, führt es in der Nacht von Dienstag, 13. Juni, auf Mittwoch, 14. Juni, im Kreuzungsbereich Hochstadenring (B56/ Bornheimer Straße) und im Rad- und Gehwegbereich Hochstadenring auf der Nordrampe der Viktoriabrücke Vermessungsarbeiten an Kanalschächten durch, der für Verkehrsteilnehmer Einschränkungen bedeutet. Für die Dauer der Vermessungen wird der Verkehr einschließlich der Buslinie 602 stadtauswärts von der Bornheimer Straße über die Adolfstraße, Dorotheenstraße und Ellerstraße zur Bornheimer Straße geführt. Die Umleitung wird entsprechend ausgeschildert. Statt des Geh- und Radwegs bleibt ein etwa 90 Zentimeter breiter Notgehweg.

Die Datenerhebung dient der weiteren Sanierung an der Viktoriabrücke.