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Tag der offenen Tür im Tierheim Bonn: Vermittelte Schützlinge schauen mit ihren Herrchen vorbei

Tag der offenen Tür im Tierheim Bonn : Vermittelte Schützlinge schauen mit ihren Herrchen vorbei

Beim Tag der offenen Tür im Tierheim haben die ehrenamtlichen Helfer ihre Arbeit vorgestellt. Mit dabei ist auch Simone Sombecki aus der WDR-Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“.

Trotz teilweise strömendem Regen ließen es sich viele Ehrenamtliche und Besucher aus Bonn und der Region nicht nehmen, dem Tierheim am Tag der offenen Tür einen Besuch abzustatten. Tierschützer hatten Informationsstände aufgebaut, es gab Salate und Süßes – und natürlich viele Vierbeiner zu sehen.

Auch wenn die vielen Besucher Stress für die Tiere bedeuten, war es ein wichtiger Tag für das Tierheim, denn dieses finanziert sich zum größten Teil aus Spenden und durch ehrenamtliche Mitarbeiter und Helfer. Auch Uschi Tgahrt (74) und ihr 17 Jahre alter Pudelmischling Anco waren gekommen, um sich noch einmal Ancos ehemaliges Zuhause anzuschauen.

Anco gehört offiziell noch dem Tierheim, lebt aber bei Tgahrt. „Der ist ja in dem Alter nicht mehr vermittelbar“, sagte seine Pflegerin. Bei sehr alten oder kranken Tieren biete das Tierheim an, sie an Pfleger abzugeben und dabei weiter die anfallenden Kosten für Steuer und Tierarzt zu übernehmen, „damit die noch ein schönes Leben haben“.

Regina Rademächers vom Tierheim freute sich über die vielen Besucher, die ihre Schützlinge mitgebracht hatten: „Zu sehen, dass es den Tieren jetzt besser geht, ist immer toll.“ Tierschutzarbeit sei teuer, sagte sie. „Unsere Arbeit geht ja über das Tierheim hinaus. Im Frühjahr haben wir zum Beispiel eine Kastrationsaktion durchgeführt und die Katzen von Bonn-Ausweis-Inhabern kostenfrei kastriert“, sagte Rademächers stolz.

Neben den Informationsständen hatte sich auch das Tierheim einige Aktionen ausgedacht: Simone Sombecki aus der WDR-Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ moderierte, ähnlich wie in der Fernsehshow, eine Vorführung ausgewählter Hunde und störte sich dabei auch nicht an komplett durchgeregneten Kleidern. Außerdem gab es einen Auftritt einer Bonner Hundeschule, wo ehemalige Tierheimbewohner ihre Fähigkeiten zeigten. Ein Hund legte seine Pfoten auf ein Podest, setzte sich und „bestellte mit einer Pfote fünf Bier“, lachte Rademächers.

Besonders wichtig in der aktuellen Arbeit des Tierheimvereins sei, darauf hinzuweisen, dass gechipte Tiere zusätzlich noch in einem Haustierregister angemeldet werden müssen. „Oft werden bei uns Tiere abgegeben, wir freuen uns, dass ein Chip vorliegt, können das Tier dann aber niemandem zuordnen, weil die Registrierung fehlt“, bedauerte die Tierheimmitarbeiterin.

Dies ist beispielsweise kostenlos möglich unter www.tasso.net. Außerdem freue sich das Tierheim immer über freiwillige Helfer, Gassigänger oder Katzen- und Kaninchenstreichler. Nach einem Einführungskursus könne das jeder machen, erklärte die erfahrene Uschi Tgahrt.