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Komitee kürt die neue Aalkönigin von Bad Honnef: Gerda Hasselfeldt folgt auf Andreas Pinkwart

Komitee kürt die neue Aalkönigin von Bad Honnef : Gerda Hasselfeldt folgt auf Andreas Pinkwart

Corona hatte auch das Aalkönigskomitee fest im Griff. Gutes getan wurde dennoch, und jetzt endlich konnte die Thronwürde weitergegeben werden: an Gerda Hasselfeldt, CSU-Politikerin, Ex-Bundesministerin und heute Präsidentin beim Deutschen Roten Kreuz. Bei einer Matinée wurde Hasselfeldt in Bad Honnef gekrönt.

Ein Hoch auf die neue Aalkönigin: Am Sonntag inthronisierte das Aalkönigskomitee Gerda Hasselfeldt zur neuen Herrscherin bei einer Sonntagsmatinee. Vorgänger Professor Andreas Pinkwart gab nach drei Amtsjahren das Zepter ab. Corona war die Ursache, dass der frühere NRW-Wirtschaftsminister so lange regierte. Und die nicht abwägbare Lage ließ das Komitee davor zurückschrecken, eine große Gala vorzubereiten. So kamen 100 geladene Gäste ins ehemalige Hallenbad – aber auch diese schlichtere Form hatte ihren Reiz.

Besuch beim Bad Honnefer DRK

Die im lachsfarbenen Kleid auftretende Aalkönigin sammelte auf Anhieb mit Charme und klugen Worten Punkte beim Honnefer Aalvolk. Bevor sie ins Amt gehoben wurde, stattete sie als Präsidentin des DRK dem hiesigen Ortsverein einen Besuch ab. Bad Honnefs DRK-Chef Uwe Westhofen war sich der Bedeutung bewusst: Wenn Gerda Hasselfeldt täglich einen Ortsverein besuchen wolle, müsste sie 35 Jahre im Amt bleiben.

Interessiert informierte sie sich über die Arbeit, schaute sich auch den Gerätepark an und nahm im neuen Polaris Ranger Platz. „Ich bin beeindruckt.“

Eintrag ins Goldene Buch

Und Bürgermeister Otto Neuhoff legte seine Kette an. Gerda Hasselfeldt trug sich vor der Zeremonie ins Goldene Buch der Stadt ein. Aus ihrer Bonner Zeit kannte die frühere Bundesministerin aus Bayern auch Bad Honnef. „Die Stadt ist wunderschön. Alles, was man sich vorstellen kann, ist da – das Wasser, der Rhein, die Berge und die Geschichte.“

Ein ideales Refugium also, um sich hier als Monarchin zu tummeln. König Andreas hielt in gekonnt launiger Weise die Laudatio. „Nun endlich inmitten ständig neuer Mutanten und unzähliger Lauterbach-Zyklen reißt der Himmel über Bad Honnef auf und die Krönungsmesse für die neue Aalkönigin wird in einer für Aale schon aufgrund der früheren Zweckbestimmung angenehmen Räumlichkeit abgehalten.“

Aber Aale seien ohnehin robust. Dies gelte für die neue Aalkönigin allein schon in Bezug auf ihre Mitgliedschaft in der CSU, „wobei sie sich von allen anderen Schwarzaalen schon dadurch abhebt, dass sie als direkte Nachfolgerin des bayerischen Großen Kurfürst Franz-Josef Strauß vor 35 Jahren in den Deutschen Bundestag nachrückte und diesem über 30 Jahre lang angehörte“.

Vermittlungsrolle in der Politik

Sie habe immer Kurs gehalten, auch in schwierigen Gewässern. Vor allem in den Jahren 2015 bis 2017 sei der ersten weiblichen Landesgruppenvorsitzenden der CSU eine besondere Vermittlungsrolle zugefallen – nämlich zwischen den Schwesterparteien CDU und CSU. Hier habe sich die Aalkönigin so viele Meriten verdient, dass ihre Wahl zur Chefin des Roten Kreuzes nur folgerichtig gewesen sei.

Hilfe für Menschen in Not leiste das DRK. Ergo: „Mit Gerda I. ist dem Aalkönigskomitee ein eindrucksvoller Fang gelungen.“ Pinkwart wünschte eine segensreiche Regentschaft. Und Staatssekretät a.D. Friedhelm Ost, von jeger einer der Motoren der guten Sache durch das Aalkönigskomitee, verlas die Ernennungsurkunde. „Hoch soll sie leben“, stimmte die Gruppe Wolperath an, die ansonsten für jazzige Klänge sorgte.

„Der herzliche Empfang motiviert mich“, sagte die Königin. Entscheidend für sie sei gewesen, dieses Amt anzunehmen, weil das Aalvolk Hilfe für Menschen leiste. Dass sich das rheinische Aalvolk wieder für einen Aalkönig aus Bayern entschieden habe, spreche für dieses Volk, das weltoffen und klug sei und Kräfte und Talente bündele, um gemeinsam etwas Gutes auf den Weg zu bringen.