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Siegburger Karnevalskomitee verschiebt Proklamation

Karneval und Corona : Siegburger Karnevalskomitee verschiebt Proklamation

Das Siegburger Karnevalskomitee verschiebt die Amtseinführung der Siegburger Tollitäten in die nächste Session. Eine Entscheidung zum Straßenkarneval soll Anfang Januar fallen. Komitee-Präsident übt Kritik an Landesregierung.

Der designierte Siegburger Prinz Clemens I. und seine Siegburgia Susanne I. müssen sich ebenso wie das im November vorgestellte Kinderprinzenpaar Tom I. und Lotta I. ein Jahr in Geduld üben. Mit Blick auf die pandemische Lage und die Empfehlung der Landesregierung hat sich das Siegburger Karnevalskomitee nach einer Krisensitzung mit allen Siegburger Gesellschaften entschieden, die für den 5. Januar geplante Proklamation der Kreisstadt-Tollitäten abzusagen. Gleiches gilt für alle „öffentlich zugänglichen Sitzungen, Bälle und ähnliche Veranstaltungen in Innenräumen“, wie das Komitee am Mittwoch mitteilte. Eine Entscheidung zum Straßenkarneval soll Anfang Januar fallen.

Komitee-Präsident Jörg Sola Schröder ist nach wie vor sauer darüber, dass es bislang keine „staatliche Absage seitens der Landesregierung“ für alle Karnevalsveranstaltungen gibt. „Dadurch wären zumindest die ehrenamtlichen Karnevalisten aus der Verpflichtung entbunden worden, die Kosten für die Verträge mit den Künstlern, Veranstaltungshallen, Veranstaltungstechnikern erfüllen zu müssen“, sagt er. So bleibe das volle finanzielle Risiko bei den Vereinen. In einer kurzfristig einberufenen Versammlung der Siegburger Gesellschaften haben diese auf Basis der aktuellen pandemischen Lage und der Prognosen auf einen weiteren Lockdown und Kontaktbeschränkungen erste Konsequenzen für den Siegburger Karneval beschlossen.

Während sie die Proklamation und alle öffentlich zugänglichen Sitzungen und Bälle in Innenräumen abgesagt haben, halten sie die Option auf kleinere Veranstaltungen in Sälen nach 2G oder 2G+ oder im Freien unter Berücksichtigung der aktuellen pandemischen Lage offen. Die designierten Siegburger Prinzenpaare sollen in der Session 2022/2023 proklamiert werden.

Über die Karnevalszüge soll in einer erneuten Versammlung in der zweiten Januarwoche entschieden werden. „Wir hoffen, dass es bis zu diesem Termin eine klare rechtsverbindliche Aussage der Landesregierung gibt“, so Sola Schröder.