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Mahnstunde im Stadtpark: Gedenken an Opfer des Volksaufstandes in der DDR

Mahnstunde im Stadtpark : Gedenken an Opfer des Volksaufstandes in der DDR

Gedenken an die Opfer des 17. Juni 1953: Mit einem Augenblick des Innehaltens haben mehrere Dutzend Menschen am Dienstagabend am Mahnmal im Bad Godesberger Stadtpark an den Volksaufstand in der DDR vor 61 Jahren erinnert.

Aufgerufen hatten zu der Gedenkveranstaltung mehrere Organisationen aus den Reihen der Bonner CDU, etwa die Ost- und Mitteldeutsche Vereinigung (OMV) und der Evangelische Arbeitskreis.

Rudolf Landrock, Kreisvorsitzender der OMV, erinnerte in seiner Ansprache daran, dass die DDR ein Unrechtsstaat war, was jedoch im Westen oftmals tabuisiert oder gar verharmlost worden sei. "Filme wie 'Das Leben der anderen' veranschaulichen heute, wie der Unrechtsstaat Menschen in die Verzweiflung zu treiben wusste. Gerade die Schulen müssen hier weiter Aufklärungsarbeit leisten", so Landrock.

Nach der kurzen Gedenkfeier für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft am Mahnmal sprach der Historiker Ingo Schulze in der Stadthalle zum Thema "Zwei Deutschlandpolitiker der Union - Rainer Barzel und Johann Baptist Gradl." Beide führten in Bonn das Ministerium für gesamtdeutsche Fragen, das später Ministerium für innerdeutsche Beziehungen hieß.

Bei der Niederschlagung des Aufstands im Ostteil Berlins und rund 700 anderen Orten Mitteldeutschlands wurden mindestens 55 Menschen getötet; bei mehr als 20 weiteren Todesfällen in jenen Tagen wurden die Umstände nie aufgeklärt.