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Ü55-Traditionself des BSV Roleber: Mit dem Kunstrasen kam der Spaß zurück

Ü55-Traditionself des BSV Roleber : Mit dem Kunstrasen kam der Spaß zurück

Nach den Sommerferien bereiten sich die Fußballer der Traditionself des BSV Roleber auf ihren nächsten Saisonhöhepunkt vor. Im November nimmt das Team an einem großen Hallenturnier in Mülheim-Kärlich teil.

Die Traditionself des BSV Roleber hat sich über die Jahre zu einem festen Bestandteil des Spielbetriebs entwickelt. „2011 haben wir den Kunstrasen in Roleber bekommen“, erzählte Team-Gründer Christoph Rauscher. Für den 62-Jährigen und einige andere war das der Anlass, die alten Recken mal wieder zusammenzutrommeln: Sie gründeten die Traditionself und stellten ein Turnier auf die Beine. Das fand schnell Anklang, weil auch andere Vereine aktive Altherren-Mannschaften haben.

„Früher sind viele Spieler in sehr guten Mannschaften aktiv gewesen“, so Rauscher. Das reichte bis in die Oberliga. Heute stehen laut Rauscher die Freude am Fußballspielen und die Geselligkeit im Vordergrund, aber auch der Gesundheitsaspekt: „Wir wollen zeigen, dass man auch im Alter noch vernünftig Fußball spielen und Freude daran entwickeln kann.“

Einmal im Jahr lädt die Traditionself zum Fußballturnier nach Roleber ein. 2016 fand es vor den Sommerferien statt. Da geht es gleichermaßen sportlich, fröhlich und rustikal zu. „Die spielen wie die Opas!“, schimpfte im Juli einer der Torwarte beim Ü55-Fußballturnier des BSV Roleber über seine Feldspieler, weil sie ein etwas behäbiges Abwehrverhalten an den Tag legten.

Das Teilnehmerfeld bewegt sich zwischen 55 und 75 Jahren

Eigentlich war das nur eine Tatsachenbeschreibung: Das Teilnehmerfeld bewegte sich altersmäßig zwischen 55 und 75 Jahren, da waren einige Großväter dabei. Aber von Zeitlupen-Fußball konnte keine Rede sein: Die Spieler legten Ehrgeiz an den Tag.

Zum vierten Mal veranstaltete die Traditionself des BSV Roleber dieses launige Turnier. Zehn Mannschaften waren in diesem Jahr dabei, ein vorläufiger Rekord, aber Organisator Christoph Rauscher kündigte schon an: 2017 könnten es schon zwölf sein.

Neben Teams aus Oberkassel, Beuel, Lengsdorf, Hennef und von der Ahr sowie zwei Kölner Mannschaften waren auch der SV Remagen aus Rheinland-Pfalz und die Freunde vom Sportclub Vier- und Marschlande (SCVM) Altengemme aus Hamburg gekommen. Die hatten die Spieler aus Roleber vor zwei Jahren in Hamburg bei einem Freundschaftsspiel kennengelernt und nun eingeladen.

„Wir hatten Spaß und das ist die Hauptsache“, sagte Bernd Krützfeldt vom SCVM. „Normal ist so ein Turnier für uns Gift. Nach dem Abpfiff gehen einige auf dem Zahnfleisch“, feixte er. Sein Team kam letztlich auf den achten Platz. Um den ersten Platz kämpften das Gastgeberteam und die Spielvereinigung Porz, die mit 1:0 gewann.

Am Freitag, 26. August, treffen sich die Kicker um 19.30 Uhr auf der Vereinsanlage in Roleber, Siebengebirgsstraße, zum Training.