Nach Brand am Schützenhof Lokal in Tannenbusch für 1,5 Millionen renoviert

TANNENBUSCH · Noch riecht es nach Farbe, hier und da liegt Werkzeug herum, und es muss gründlich geputzt werden. Doch Peter Boje ist total begeistert. "Besser hätte man es gar nicht machen können", lobt der Leiter des Bauausschusses der Bonner Sebastianus-Schützenbruderschaft.

 Wenige Tage vor der Eröffnung erledigen Handwerker die letzten Arbeiten am Schützenhof.

Wenige Tage vor der Eröffnung erledigen Handwerker die letzten Arbeiten am Schützenhof.

Foto: Richard Bongartz

Dabei steckte den Schützenbrüdern der Schock lange Zeit in den Knochen: Im März 2012 zerstörte ein Feuer den Schützenhof, das Domizil der Bruderschaft. Morgens, kurz nach 5 Uhr, stand plötzlich der Dachstuhl des Gebäudes in Flammen, die anderen Räume der Gastwirtschaft wurden durch Rauch und Löschwasser stark in Mitleidenschaft gezogen.

Doch die Schützen fackelten nicht lange. Schnell wurden die ersten Handwerker beauftragt, bereits im November 2013 schmückte ein Richtkranz den neuen Dachstuhl. Unter der Regie des Bauausschusses wurden die verschiedenen Arbeiten koordiniert. "Jetzt sind wir fast fertig", so Peter Boje. "Es wurden neue Wände eingezogen, die alten Holzdecken erneuert, Dach, Heizung, Elektrik und Sanitäranlagen komplett erneuert." Insgesamt investierte man rund 1,5 Millionen Euro.

Im Schützenhof, übrigens eines der ältesten Häuser in Tannenbusch, können nun mehr als 300 Gäste gleichzeitig feiern. Denn neben der Gaststätte mit 60 Plätzen gibt es ein Kaminzimmer mit 22, einen Mehrzweckraum für bis zu 50 sowie einen Saal für etwa 200 Gäste. Und auch im Garten werden bei schönem Wetter Tische und Stühle aufgestellt.

Besonders stolz sind die Schützen, Eigentümer der Traditionsgaststätte, über die moderne Küche, die im Zuge der Renovierung eingebaut wurde. Ein Pächter ist ebenfalls schon gefunden. "Wir wollen den Schützenhof als Treffpunkt für Jung und Alt wiederbeleben", stellt Andrea Kilpel vom neuen Gastronom DaCapo vor. In dem idyllischen Gartenlokal sollen sich in Zukunft Ausflügler ebenso wohl fühlen wie Hochzeitsgesellschaften oder Familien beim Sonntags-Brunch.

Auch wenn Peter Boje eigentlich rundum zufrieden ist, so hat er doch noch einen Wunsch, den er gerne umsetzen will. "Ich würde gerne noch eine Wasserfläche im Garten anlegen. Ohne Pflanzen und nur ganz flach, damit Kinder gefahrlos spielen können", wünscht sich der ehemalige Präsident der Bruderschaft.

Zur Wiedereröffnung des Schützenhofs laden die Sebastianer für Samstag, 21. Juni, ab 11 Uhr alle interessierten Bürger ein.

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