1. Bonn
  2. Stadt Bonn

Sanierung des Hardtbergbads in Bonn verzögert sich

Stadt Bonn plant noch : Sanierung des Hardtbergbads verzögert sich

Der Ausbau des Hardtbergbads zum Familienbad, den sich die Bürgerwerkstatt gewünscht hat, wird laut Presseamt noch geprüft. Die Gesamtkosten dafür würden bei 30 Millionen Euro liegen.

Der 2021 geplante Baustart im Hardtbergbad verzögert sich. Hintergrund ist ein Ratsbeschluss, neben einer Grundsanierung und einem zusätzlichen Lehrschwimmbecken auch eine Erweiterung zum Familienbad mit Gastronomie zu prüfen. „Da die Planung noch nicht abgeschlossen ist, kann zum heutigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, um wie viele Monate sich der ursprünglich geplante Baubeginn verzögert“, erklärt Kristina Buchmiller aus dem Presseamt.

Eigentlich sollte das Projekt 2021 beginnen und 2023 abgeschlossen sein. Schon 2019 hatte der Rat die Stadtverwaltung mit der energetischen Sanierung der Schwimmhalle, dem zusätzlichen Lehrschwimmbecken und der Sanierung des Freibadteils beauftragt. Die Teilnehmer der Bürgerwerkstatt zur Zukunft der Bonner Bäderlandschaft wünschten sich aber zusätzlich noch die sogenannten Planungsmodule 4 bis 7. Diese sehen einen Anbau mit Kursbecken, Eltern-Kind-Bereich und Gastronomie vor, außerdem eine große Ganzjahresrutsche, die allein schon geschätzte 1,8 Millionen Euro kosten würde. Die Module 1 bis 3 schlagen laut Verwaltung mit etwa 22 Millionen Euro zu Buche, alle Module zusammen mit rund 30 Millionen.

Der Rat reagierte im Juni 2020 auf die Wünsche der Bürgerwerkstatt und beauftragte die Stadt, die Module 4 bis 7 zu prüfen. Sie schaltet dafür externe Büros ein. Die anfallenden Planungskosten, laut Verwaltung rund zwei Millionen Euro, sollen aus der Bäderpauschale im Haushalt bezahlt werden: Das sind 26 Millionen, die im aktuellen Doppelhaushalt eingestellt sind.

Die Stadtverwaltung arbeitet an weiteren Plänen zur Sanierung oder zum Neubau von Bädern auch in den Stadtbezirken Bonn, Beuel und Bad Godesberg. Wie viel Geld dafür im nächsten Doppelhaushalt vorgesehen wird, den die neue Oberbürgermeisterin Katja Dörner im Dezember in den Rat einbringt, ist noch unklar. Ebenso offen bleibt die Frage, ob das Freibad auf dem Hardtberg im kommenden Sommer noch einmal öffnet, bevor die Sanierung beginnt. Laut Stadt müssen im Freibad sämtliche Beckenköpfe erneuert und Schäden an den Leitungen behoben werden. Zwei Schwallwasserbehälter unterhalb des großen Außenbeckens brauchen eine Betonsanierung. Allein für den Freibadteil sind Sanierungskosten von etwa 3,7 Millionen Euro veranschlagt.