Klassische Philharmonie Violine und Viola im Dialog in der Beethovenhalle

Bonn · Zweimal hat die Klassische Philharmonie Bonn sich in dieser Saison einem der großen Wiener Klassiker in einem Konzert gewidmet. Am vergangenen Freitag standen Werke Wolfgang Amadeus Mozarts in der Beethovenhalle auf dem Programm.

Statt aber nun ein Programm aus lauter "Gassenhauern" zusammenzustellen, begann Beissel den Abend mit der selten zu hörenden Serenade Nr. 6 D-Dur KV 239. Deren besonderer Reiz besteht darin, dass dem Orchester eine Solistengruppen bestehend aus zwei Violinen, Viola und Kontrabass gegenübergestellt wird. Diese hatte Beissel mit seinen Stimmführern besetzt, und gemeinsam brachten sie Unterhaltungsmusik im besten Sinne zu Gehör.

Nach diesem gelungenen Einstieg war ein Highlight in Mozarts Schaffen zu hören, die Sinfonia concertante Es-Dur für Violine und Viola. Als Solisten waren die Konzertmeisterin der Klassischen Philharmonie Bonn, Ervis Gega (Violine) und der junge Bratschist Lech Antonio Uszynski zu hören.

Mit dieser Konstellation hatten sich zwei ideale Partner gefunden, eigentlich sogar vier, denn auch die beiden Instrumente harmonierten wunderbar miteinander.

Dies kam besonders in den Kadenzen zur Geltung, in denen sich die Solisten intensiv und dicht umspielten. Beissel bewies hier wieder ein gutes Gespür für die Solisten und hatte die Klassische Philharmonie auch dynamisch sehr gut im Griff, so dass auch Piano-Stellen gut zu hören waren.

Nach dem lang anhaltenden und verdienten Applaus erwartete man fast eines der Mozart-Duos als mögliche Zugabe, aber Gega und Uszynski wählten die Bearbeitung der Passacaglia g-Moll von Händel von Johan Halvorsen.

Ein großartiger Abschluss, in dem die Solisten die ganze Breite ihres technischen Könnens und ihrer Virtuosität unter Beweis stellen konnten. Den Abend beschloss Beissel mit Mozarts Sinfonie Nr. 40, die die Klassische Philharmonie mit großer Transparenz in den Motiven, Leichtigkeit und Witz umsetzte.

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