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Flüchtlinge in Bad Honnef ziehen zum Jahresende aus

Bewohner der Jugendherberge : Flüchtlinge in Bad Honnef ziehen zum Jahresende aus

Vor rund fünf Monaten sind die ersten Flüchtlinge in die Bad Honnefer Jugendherberge eingezogen. Die Interimslösung des Landes Nordrhein-Westfalen geht nun zu Ende.

Gut fünf Monate ist es her, da zogen die ersten Flüchtlinge in die Bad Honnefer Jugendherberge ein – eine Interimslösung des Landes Nordrhein-Westfalen, die jetzt ihrem Ende entgegensieht. Wie die Bezirksregierung Köln mitteilte, wird die Einrichtung des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) nur noch bis Ende des Jahres zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Der Betrieb als Landesunterkunft wird nicht über den 31. Dezember hinaus erfolgen.

Keine Bewohner mehr infiziert

Alle 37 Bewohnerinnen und Bewohner seien bereits über die Schließung informiert worden, teilte die Bezirksregierung mit. Bis Anfang Dezember sollen sie in anderen Landeseinrichtungen untergebracht werden.

Gleich danach würden die Rückbauarbeiten in der Jugendherberge beginnen. Das Haus mit 185 Betten wurde wie berichtet insbesondere für Personen genutzt, bei denen eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 einen schweren Krankheitsverlauf hätte nehmen können, sowie für Familien mit Kindern. Wegen ihrer Lage, Größe und Ausstattung sei die Herberge besonders für die Unterbringung von Personen aus der Risikogruppe nach den Leitlinien des Robert-Koch-Instituts geeignet.

Anfang Oktober waren bekanntlich drei Personen in der Unterkunft mit dem Coronavirus infiziert; alle hätten aber einen milden Verlauf gehabt und aufgrund des Hygiene- und Schutzkonzeptes sei die Situation gut beherrschbar gewesen. Momentan lägen keine Infektionen vor. Die letzte Quarantäne sei Anfang vergangener Woche zu Ende gegangen.

Beherbergungsvertrag galt für ein halbes Jahr

Der Beherbergungsvertrag zwischen dem Land NRW und dem Jugendherbergswerk war im Mai für ein halbes Jahr abgeschlossen worden. Seither hätten die Bezirksregierung, die Leitung der Herberge, der Betreiber der Unterkunft vor Ort und die Stadt Bad Honnef in regelmäßigem Austausch gestanden.

Die gute Vorbereitung und Durchführung des Betriebs, der enge Kontakt unter allen Beteiligten und auch die solidarische Offenheit der unmittelbaren Nachbarschaft hätten zu einem guten und reibungslosen Betrieb der Einrichtung maßgeblich beigetragen, so das Fazit.