Experten suchen nach Brandursache : Doppelhaushälften nach Carportbrand in Hangelar unbewohnbar

Ein Großaufgebot von Rettungskräften musste in den frühen Morgenstunden einen Carportbrand löschen. In Hangelar hatten Nachbarn zuvor mehrere Explosionen gehört. Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt erschwerten den Einsatz.

In Hangelar haben in der Nacht zu Donnerstag zwei Carports samt Autos gebrannt. Das Feuer machte zwei angrenzende Doppelhaushälften unbewohnbar. Um 1.22 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Sankt Augustin in die Thüringer Allee alarmiert. Bei ihrem Eintreffen hatte das Feuer bereits auf beide angrenzende Häuser übergegriffen und suchte sich seinen Weg im Dachgeschoss und auch im ersten Obergeschoss.

Die Wehrleute forderten Verstärkung an: Laut Pressesprecher Sascha Lienesch wurden sukzessive alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Sankt Augustin zur Einsatzstelle alarmiert. Unter Leitung von Stadtbrandinspektor Sascha Ziegenhals waren insgesamt rund 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie löschten das Feuer von innen, von außen und von einer Drehleiter aus mit Wasser aus sieben C-Rohren. Außerdem deckten sie die Dächer der beiden betroffenen Häuser teilweise ab, um Glutnester zu löschen.

Alle Bewohner konnten sich selbstständig retten und sind unverletzt. Sie kamen laut Polizei bei Nachbarn oder Freunden unter. Während der Löscharbeiten verletzten sich drei Feuerwehrleute leicht. Sie wurden vom bereitstehenden Rettungsdienst untersucht.

Gegen 4.30 Uhr brachten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle. In den frühen Morgenstunden liefen die Nachlösch- und Aufräumarbeiten allerdings weiter. Bürgermeister Max Leitterstorf wurde ebenso an die Einsatzstelle gerufen wie das Ordnungsamt und die Bereitschaft des städtischen Bauhofes.

Durch das Löschwasser bildete sich Glatteis auf der Straße, der Bauhof nutzte Streusalz, um die Sicherheit zu gewährleisten. Das Deutsche Rote Kreuz versorgte alle Einsatzkräfte mit heißen Getränken. Da alle Einheiten der Feuerwehr Sankt Augustin an der Einsatzstelle in Hangelar waren, übernahm die Einheit Friedrich-Wilhelms-Hütte der Feuerwehr Troisdorf zeitweise den Grundschutz für Augustin.

Was das Feuer ausgelöst hat, ist noch unklar. Wie ein Augenzeuge berichtete, hatten Nachbarn in der Nacht mehrere Explosionen gehört, die offenbar aus dem brennenden Carport kamen. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, gibt es noch keine  Hinweise auf die Brandursache. Der Sachschaden wird auf einen hohen sechsstelligen Betrag geschätzt, die Carports sind völlig zerstört, die Häuser schwer beschädigt. Die Polizei hat die Brandstelle beschlagnahmt, Experten nehmen die Ermittlungen zur Brandursache auf.

(ga)