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„Chor-Mosaik“: Bornheimer Chorleiter bringt Sänger virtuell zusammen

„Chor-Mosaik“ : Bornheimer Chorleiter bringt Sänger virtuell zusammen

Der Leiter der Chorvereinigung Walberberg, Juliano Suzuki, hat fünf Chöre zwischen Bornheim und Dortmund virtuell zusammengebracht. 50 Einzelaufnahmen eines Mendelssohn Bartholdy-Psalms fügte er zu einem Video zusammen.

Musikschaffende haben es im Moment nicht leicht: Wegen der Corona-Pandemie sind Auftritte untersagt, Musikschulen haben geschlossen und gemeinsames Proben ist nicht möglich. Der Leiter der Chorvereinigung Walberberg, Juliano Suzuki, hat sich etwas einfallen lassen, um die Motivation hochzuhalten: Er hat die Mitglieder seiner fünf Chöre vor der Kamera jeweils einzeln ein Lied singen lassen und Ton und Bild zu einem Gesamtwerk zusammengeführt – ein Chor-Mosaik.

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Die rund 50 Sängerinnen und Sänger tragen im etwa dreiminütigen Video den Psalm „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ in der Vertonung von Felix Mendelssohn Bartholdy vor. Der Psalm sei ein Klassiker der Chorliteratur und würde außerdem gut zur momentanen Lage passen, findet Suzuki. „Für jede Stimme habe ich einen Audiotrack vorbereitet, in dem ein Metronom das Tempo gibt und die einzelnen Melodien vom Klavier gespielt werden. Dann ließ jeder Sänger diese MP3-Datei mit Köpfhörer abspielen, übte und nahm sich selbst beim Singen auf Video auf“, erklärt der Chorleiter.

Die Einzelaufnahmen der Sänger aus Walberberg, Köln, Gelsenkirchen, Dortmund, Leichlingen und Köln habe er mit einer professionellen Software bearbeitet und zusammengeführt. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Wäre nicht das Video, das alle Sänger mit Kopfhörern in ihrem Zuhause zeigt, würde dem Laien nicht auffallen, dass hier nicht gemeinsam gesungen wurde.

Auch für das Problem der Probeausfälle hat Suzuki eine digitale Lösung gefunden: Wöchentlich bietet er im Livestream auf Youtube Chorproben an. „Jeder singt zuhause alleine, aber so hält der Chor zusammen und die Verbundenheit bleibt erhalten“, sagt der Leiter.