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Ein Muster an Effektivität: Telekom Baskets verpflichten Angelo Caloiaro vom Mitteldeutschen BC

Ein Muster an Effektivität : Telekom Baskets verpflichten Angelo Caloiaro vom Mitteldeutschen BC

Die Telekom Baskets Bonn haben für die neue Bundesligasaison Angelo Caloiaro vom Ligakonkurrenten Mitteldeutscher BC verpflichtet. Mit Caloiaro holen die Baskets einen der effektivsten Spieler der Liga nach Bonn. Gleichzeitig muss Tony Gaffney gehen.

Rund vier Wochen sind es noch, bis die Telekom Baskets Bonn am 18. August in die Vorbereitung starten. Diesem Termin kann der Basketball-Bundesligist sehr entspannt entgegensehen, denn die Personalplanungen machen große Fortschritte. Gestern verkündeten die Baskets die Verpflichtung von Angelo Caloiaro. Der Power Forward kommt vom Mitteldeutschen BC und mit viel Vorschusslorbeer nach Bonn. 14,3 Punkte, 6,8 Rebounds und 2,2 Assists machten den 24-Jährigen in der vergangenen Saison zum effektivsten Spieler der Liga. Damit ist klar: Tony Gaffney wird nicht zurückkehren.

Caloiaro, der im Januar in Bonn im Allstar-Team International mitspielte, stand ganz oben auf der Wunschliste der Bonner und bringt die Qualitäten mit, die Sportmanager Michael Wichterich vor kurzem auflistete: athletisch, schnell, teamorientiert, sowohl in Brettnähe als auch aus der Distanz korbgefährlich. 34,5 Prozent Dreierquote ist für einen großen Spieler ein guter Wert.

"Mit Angelo Caloiaro haben wir einen Spieler gewinnen können, der sich von seiner Spielanlage her gut in den bestehenden Kader einfügen wird. Er ist ein unheimlich variabler Spieler, der uns in vielen Bereichen weiterhelfen wird", erklärte Mathias Fischer in einer Pressemitteilung.

Der Trainer kommt an diesem Wochenende aus den Flitterwochen zurück. Fischer glaubt sogar, dass der Italo-Amerikaner noch mehr Potenzial hat, als er bisher gezeigt hat. Vor allem hat der 2,03-Meter-Mann offenbar die Gabe, in engen Situationen die Verantwortung zu übernehmen.

Beim MBC zeichnete er sich durch besondere Nervenstärke in der sogenannten Crunchtime aus, also in den letzten fünf Minuten eines Spiels. In Partien, in denen die Punktedifferenz fünf oder wenige Punkte betrug, stieg Caloiaros Trefferquote von durchschnittlich 48,3 Prozent aus dem Feld auf 66,7 Prozent, auch damit lag er in der abgelaufenen BBL-Saison an der Spitze vor Oldenburgs Rickey Paulding.

"Wir sind in unseren Planungen weiter als wir es im letzten Jahr um die Zeit waren", freute sich Wichterich, auch wenn man noch abwarten müsse, wie sich die Teamchemie entwickele. Allerdings habe er da keine Sorgen. Wichterich: "Bei unseren Spielern wissen wir, was wir an ihnen haben, und die Neuen sind ja auch keine Unbekannten." Zur Komplettierung des Kaders suchen die Baskets nun noch einen Brettcenter und eine Ergänzung für den Spielaufbau.

Highlights der Baskets-Neuverpflichtung