1. Bonn
  2. Bad Godesberg

FirstLegoLeague-Wettbewerb: 80 Schüler nehmen an der Generalprobe in Plittersdorf teil

FirstLegoLeague-Wettbewerb : 80 Schüler nehmen an der Generalprobe in Plittersdorf teil

Kinder an Technik heranführen, die Lust am Erfinden wecken und zeigen, dass es mehr Spaß machen kann, ein Videospiel oder einen Roboter zu entwerfen, als damit zu spielen: So könnte man die Grundidee des weltweiten FirstLegoLeague-Wettbewerbs (FLL) zusammenfassen.

Am 1. Dezember findet der Regionalwettbewerb in der Christophorusschule in Königswinter statt. Gestern allerdings konnten die Teams schon einmal üben. Bei der Generalprobe in der Bonn International School (BIS).

Die BIS fungierte erstmals als Gastgeber. Mit dabei waren neben Winfried Schmitz, der den Wettbewerb für Bonn und den Kreis koordiniert, Gruppen von sechs weiterführenden Schulen aus Bonn und der Region mit insgesamt 80 Schülern im Alter von zehn bis 16 Jahren.

Sie testeten ihre kleinen Roboter und setzten sie im Wettbewerb gegen andere ein. "Ich finde es toll, dass die Schüler sich hier gegenseitig unterstützen können", meinte Stefan Ille, Fachleiter Technik an der BIS. Seit Beginn des Schuljahres hatten sich die Kinder und Jugendlichen auf die FLL vorbereitet - und die Begeisterung war allen anzusehen.

Vielleicht mit Blick auf das diesjährige Thema: Katastrophenschutz. "Wir mussten uns kreative Lösungen überlegen", erzählte Gina Muus von der Robotik-AG der Christophorusschule. Ihr Team hatte einen kleinen Lego-Roboter konstruiert und programmiert, der, optisch einem kleinen Bagger ähnlich, Tiere und Menschen im Katastrophenfall retten sollte.

In Lego-Größe, versteht sich. "Die Menschen auf unserem improvisierten Tisch werden von unserem Roboter angeschoben oder auf ihn draufgesetzt", erklärte sie. Sämtliche Kulissen auf den Tischen waren übrigens "katastrophengerecht" ausgestaltet - hochwassergefährdete Gebiete und Landepisten für den Katastrophenschutz inklusive.

Die FLL wurde 1998 ins Leben gerufen. Sie entstand in den USA, Grundlage war die Zusammenarbeit der Firma Lego und der Stiftung First (For Inspiration and Recognition of Science and Technology). Bis heute wurde der Wettbewerb in mehr als 50 Ländern und mit mehr als 20 000 Teams organisiert.

Unterstützt wird das Projekt von verschiedenen Vereinen wie "Hands on Technology", sagte Schmitz. Der Grund liegt auf der Hand. Zu oft suche die Industrie ohne Erfolg nach Ingenieuren. Die Frage "Wo sind die Ingenieure von morgen und übermorgen?" beschäftige die Gesellschaft. Hilfreich also, dass viele das Problem anpacken.

Und wie bei "Hands of Technology" einen Beitrag leisten, um Kinder und Jugendliche gezielt und mit Freude an Wissenschaft und Technik heranzuführen - "so wie bei unserer Generalprobe heute", so Schmitz.