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Freibadfreunde Friesdorf tagen: Friesi-Sprungturm ist zu hoch

Freibadfreunde Friesdorf tagen : Friesi-Sprungturm ist zu hoch

Auf der Jahreshauptversammlung der Freibadfreunde Friesdorf gibt es Infos zur geplanten Traglufthalle. Soll der Turm im Sommer aufgestellt werden, muss er gekürzt werden. Stephan Eder ist neuer Vorsitzender.

. Dass es auch bei den Freibadfreunden Friesdorf (FFF) Mitglieder gibt, die nach der Schließung des Kurfürstenbads das Vertrauen in die Stadt verloren haben, war bei der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend nicht zu überhören. Dort stellte Sport- und Bäderamtsleiter Stefan Günther das Konzept der Traglufthalle für das Friesi vor und sah sich auch mit Fragen zum Godesberger Hallenbad konfrontiert. Bei aller Skepsis aber sieht der Vorstand laut seinem neuen Vorsitzenden Stephan Eder „seitens der Stadt positive Signale“ für die Gespräche zur Zukunft des Freibades, die man nun führen möchte.

Wie berichtet, hat die Politik beschlossen, das Friesi mit einer Traglufthalle zu überdachen – als Ersatz für das Kurfürstenbad. Das Provisorium soll so lange in Betrieb bleiben, bis das neue Bad in Dottendorf fertig gestellt ist. Doch Günther stellte nicht nur die bekannten Fakten vor, er informierte auch über bislang strittige Themen wie die geplante Verbindung zwischen Umkleiden und Becken. Die Lösung soll ein beheizter, so genannter Löwengang sein. Außerdem ging es um das Fundament für die Halle. Dieses wird laut Günther in den Beeten rund um die Becken versenkt.Wird die Taglufthalle nicht mehr benötigt, werden die Beete neu angelegt. Zusätzliche Kosten entstünden nicht: Die Maßnahmen seien in den rund 1,2 Millionen Euro Gesamtkosten enthalten. Für die Lagerung der Hallenelemente im Sommer suche man noch einen Standort, das sei günstiger, als sie vom Vermieter einlagern zu lassen.

Neue Richtlinien setzen Mindestwassertiefe fest

Für Kopfschütteln sorgten Günthers Ausführungen zum Sprungturm. Der muss wie berichtet für den Bau der Halle abmontiert werden. Für die Sommermonate könne man ihn eigentlich wieder aufbauen – wenn es da nicht neue Richtlinien zur Mindestwassertiefe unter Sprungbrettern gebe. Seit Neuestem muss das Wasser dort 3,80 Meter tief sein, im Friesi sind es aber nur 3,70 Meter. Man müsse also entweder aufwendig den Beckenrand um zehn Zentimeter anheben oder einen um etwa 20 Zentimeter gekürzten Sprungturm anschaffen, so Günther.

Dann standen die Wahlen an. Neuer Vorsitzender ist Stephan Eder. Sein Vorgänger Boris Krickow kandidierte aus beruflichen Gründen nicht mehr für das Amt, wurde aber als dritter Stellvertreter neben Bärbel Richter und Ulrike Storck-Sarter gewählt – eine Satzungsänderung machte dies möglich. Kassierer bleibt Helmuth Göbel, seine Stellvertreterin Mechthild Ibald. Als Schriftführer wurde Holger Stolarz bestätigt, sein Stellvertreter wird Rafael Röger. Beisitzer sind Antonina Czuidaj, Andreas Giersberg, Angelika Prauß, Hansjörg Fendler, Susanne Hohnen, Markus Sigismund, Dieter Zeiger und Raimund Hoffmann.

Die FFF zahlen auch dieses Jahr 20 000 Euro für die Saisonkarten, die sie fürs Friesi anbieten können, an die Stadt. Dieses Mal soll aber nur die Hälfte als Pauschalbetrag abgegeben werden, 10 000 Euro soll man zweckgebunden einsetzen, etwa um die Solaranlage des Friesi zu reparieren. Auf der Sitzung wurde auch das Modell eines Bürgerbades vorgestellt: Eine AG hatte sich mit der Frage beschäftigt, ob dies für das Friesi infrage käme. Die Bedingungen seien bei einem Förderverein mit 3000 Mitgliedern und der grundsätzlichen Bereitschaft der Stadt, ihre Bäder abzugeben oder gemeinsam zu finanzieren, gegeben, hieß es. Man will sich damit auf einer Sondersitzung genauer befassen.