1. Bonn
  2. Beuel

Beuelerin auf Benefiz-Radtour: 3.000 Kilometer für den guten Zweck

Beuelerin auf Benefiz-Radtour : 3.000 Kilometer für den guten Zweck

Von Prag über Wien, Venedig, Nizza, Marseille bis nach Barcelona. So sieht die Strecke einer ganz besonderen Expedition aus. Mehr als 3.000 Kilometer legt die 18 Jahre alte Rebecca Reinken derzeit auf ihrem Fahrrad zurück.

75 Tage hat sie eingeplant, um auf dem Weg Spenden und Aufmerksamkeit für das Projekt „Medizinische Hilfe für syrische Flüchtlinge“ von Ärzte der Welt zu sammeln. „2 Wheels 4 Syria“ hat die junge Frau aus Hangelar, die auf dem Kardinal-Frings-Gymnasium Abitur gemacht hat, ihr Hilfsprojekt genannt.

„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt“, sagt Rebecca Reinken und will mit ihrer Aktion Menschen animieren, für die gute Sache zu spenden. Auf der Spendenplattform „betterplace.de“ sind die aktuellen Spenden nachzulesen. Ihre Eindrücke und Erlebnisse schildert sie im sozialen Netzwerk Facebook unter 2wheels4syria.

Hintergrund der Aktion sei das Schicksal der Menschen in Syrien, wo seit mehr als fünf Jahren ein schrecklicher Bürgerkrieg tobt. Seither haben sich Millionen Syrer auf die Flucht begeben, zig Tausende sind dabei gestorben. „Ich will nicht einer dieser Menschen sein, die sagen ‚wie schrecklich doch alles sei‘, jedoch selber nicht wirklich aktiv werden“, sagt Rebecca.

So schnappte sie sich ihr Fahrrad und startete am 1. August zu einer Solo-Fundraising-Expedition durch Europa. An Tag 19 der Tour hat sie bereits 1.000 Kilometer durch fünf Länder zurückgelegt und 1840 Euro gesammelt. Mittlerweile sind schon 2.852 Euro zusammengekommen. Unter den Unterstützern: die Umwelt-AG ihrer alten Schule, das Kardinal-Frings-Gymnasium. „Wir freuen uns, deine tolle Initiative mit 100 Euro aus dem Erlös unserer Pfandbox zu unterstützen“, schreiben sie.

Die Spenden gehen an die Aktion „Ärzte der Welt“, die sich der gesundheitlichen Versorgung der notleidenden Bevölkerung widmet. In Syrien werden Krankenhäuser zerbombt und Gesundheitseinrichtungen angegriffen. Ärzte-Teams sind dort und den Nachbarländern unterwegs mit mobilen Kliniken und Gesundheitszentren. Viel Unterstützung und Aufmunterung bekommt Rebecca täglich auf der Spendenplattform. Dort schreiben etwa Barbara und Anton: „Liebe Rebecca, wir gratulieren Dir zu Deinem Engagement und persönlichen Einsatz. Wir wünschen Dir möglichst viel Rückenwind im doppelten Sinn des Wortes: Auf dem Fahrrad und mit dem Regler auf der Spendenskala.“

„Solidarität. Menschlichkeit. Das ist die Idee hinter dieser Tour. Helfen, wenn man kann“, sagt Rebecca. Die hat die 18-Jährige bereits selber erfahren - durch unterstützende Hände, Gastfreundschaft und dampfende Teetassen, die so manche Bergetappe vergessen und manchen Regenschauer erträglich machen.