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Jagd im Siebengebirge: Jäger erlegen 49 Wildschweine und 43 Rehe

Erfolgreiche Jagd im Siebengebirge : Jäger erlegen 49 Wildschweine und 43 Rehe

Im heimischen Garten hat sie niemand gerne: Wildschweine, die den Boden durchwühlen. 49 der Schwarzkittel und 43 Rehe wurden bei einer Jagd im südlichen Siebengebirge erlegt.

49 Wildschweine und 43 Rehe erlegt: So lautet die Bilanz einer Jagd im südlichen Siebengebirge zwischen Schmelztal und Rheinbreitbacher Graben, der ersten großen gemeinsamen Jagd in den vier Jagdrevieren, in die dieses Gebiet aufgeteilt ist. Bei der Ansitzdrückjagd werden an bekannten Wildwechseln und Schneisen mit guter Sicht Jäger auf kleinen Hochsitzen postiert, von wo aus sie sehr gezielt das Wild erlegen.

Acht Treibergruppen mit Jagdhunden durchkämmten das Gelände und trieben den Jägern das Wild zu. Diese Jagdmethode habe sich sehr bewährt, teilte Stephan Schütte, Leiter des zuständigen Regionalforstamtes Rhein-Sieg-Erft, mit. Früher hätten Jäger das Dickicht durchkämmt; das Wild sei dann in hoher Geschwindigkeit aus der Dickung gelaufen mit dem Ergebnis, dass Jäger oft vorbei geschossen hätten und die Jagdstrecke mau gewesen sei.

Zu viele Rehe beeinträchtigen die Verjüngung des Waldes

Bei der Ansitzdrückjagd seien die Jäger im gesamten Waldgebiet verteilt. Treiber durchkämmten die Bereiche mit viel Dickicht, weil sich Wildschweine und Rehe dort am liebsten „verstecken“. Vom Hochsitz aus sehe der Jäger das Wild besser kommen, könne es gezielt erlegen und die Bachen, die noch kleine Frischlinge haben, schonen. Das alles erfordere großen organisatorischen Aufwand, garantiere aber erfolgreiche Jagd zur Eindämmung der Reh- und Wildschweinpopulation, so Schütte.

Wildschweine wieder vermehrt in den Gärten unterwegs

Der Abschuss der vielen Rehe sei aus waldökologischer Sicht erforderlich, so Schütte. Rehe würden viele der Gipfelknospen junger Waldbäume fressen und beeinträchtigten so die natürliche Verjüngung des Waldes. Da sie keine natürlichen Feinde hätten, müsse der Mensch regulierend eingreifen. Das gelte insbesondere für vielen Kahlflächen, die nach dem Borkenkäferbefall mit jungen Bäumen aufgeforstet werden.

Reduziert wurde auch die Wildschweinpopulation. Gerade im Süden von Bad Honnef am Hagerhof hätten Anwohner wieder verstärkt über den „Besuch“ des Schwarzwildes berichtet. „Wir wollen keine Situation wie vor zwei Jahren, als die Wildschweine regelmäßig in bebauten Bereichen auftauchten und Gärten verwüsteten“, so Schütte. Das erlegte Wild wird an den örtlichen Wildhandel verkauft und kann dort erworben werden.