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Clara-Fey-Gymnasium in Bad Godesberg: Erzbistum investiert fünf Millionen in Erweiterung

Clara-Fey-Gymnasium in Bad Godesberg : Erzbistum investiert fünf Millionen in Erweiterung

Rund fünf Millionen Euro investiert das Erzbistum Köln in den Erweiterungsbau für das Erzbischöfliche Clara-Fey-Gymnasium (CFG) an der Rheinallee. Von einer „angemessenen Investition“ sprach am Donnerstagnachmittag am Rande des Richtfestes Achim Schmitz, Leiter der Abteilung Bau im Erzbistum Köln.

Der siebengeschossige Erweiterungsbau, der sich an das Gebäude aus den 1970er Jahren anschließt und diesen Baukörper in etwa verdoppelt, vergrößert das Raumangebot durch zwei naturwissenschaftliche Räume, zwei Sprachenräume für Französisch und Spanisch, einen Erdkunde-Fachraum sowie einen sozialwissenschaftlichen Fachraum und einen Werkraum für das Fach Kunst. Zusätzlich werden neue Aufenthaltsräume für ein Schülerzentrum geschaffen, welches dann auch die neue Biblio-Mediothek beinhaltet.

„Die Schüler dürfen sich also freuen“, sagte Schulleiterin Birgit Heinen, die zum Richtfest unter anderem Handwerker und Bauunternehmen sowie Elternvertreter, Mitglieder des Fördervereins, den Architekten Jochen Finck und den erzbischöflichen Schulrat Joachim Nielen begrüßte.

Allein fünf naturwissenschaftliche Räume

„Wichtiger Teil der Baumaßnahme ist auch die Entkernung und Neustrukturierung des alten Neubaus, sodass mit den dortigen Räumen insgesamt allein fünf naturwissenschaftliche Räume zur Verfügung stehen“, erläuterte Joachim Meurer vom Clara-Fey-Gymnasium.

Ebenfalls völlig neu gebaut werden drei große Schülerumkleiden für die vorhandenen und renovierten zwei Turnhallen sowie entsprechende sanitäre Anlagen, die nun auch vom Schulhof aus zugänglich sind. Die insgesamt sieben Etagen soll ein neues Treppenhaus mit dem Schulaltbau verbinden und ein Fahrstuhl, der dann allen Räume der Schule einen barrierefreien Zugang ermöglicht.

Mit den konkreten Bauarbeiten hatte man im Sommer des vorigen Jahres begonnen, insgesamt dauerten die Planungen „für diese große Reise“, so Heinen, fast fünf Jahre. „Gestern erst ist die letzte Decke gegossen worden“, berichtete die Schulleiterin. „Und mittlerweile nehmen die Räume auch Gestalt an“, so Heinen.

Inbetriebnahme des Neubaus soll im Frühjahr 2017 sein

„Der Unterricht und der Schulbetrieb wurden durch die laufenden Bauarbeiten nicht in Mitleidenschaft gezogen“, freute sich Heinen. Musikalisch umrahmt wurde das „klitzekleine Richtfest“ von der Mittelstufenband unter der Leitung von Markus Quabeck. Heinen versprach die Fertigstellung beziehungsweise Inbetriebnahme des Neubaus noch für das laufende Schuljahr, „voraussichtlich im Frühjahr 2017“.

Gegründet wurde das Gymnasium 1896 als höhere Mädchenschule St. Antonius der Schwestern vom armen Kinde Jesus. Clara Fey, geboren 1815 in Aachen, gestorben 1894 im Generalmutterhaus in Simpelfeld (Holland), war die Gründerin der Kongregation der Schwestern vom armen Kinde Jesus. 2008 begann man mit der Einführung des Konzeptes der Bi-Edukation. Mit dem Schuljahr 2008/09 startete die erste Jungenklasse am CFG. Rund 750 Schüler besuchen aktuell das erzbischöfliche Gymnasium im Villenviertel.