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Skate-Anlage an der Rigal’schen Wiese: Langes Warten auf Reparatur von Halfpipe und Rampen

Skate-Anlage an der Rigal’schen Wiese : Langes Warten auf Reparatur von Halfpipe und Rampen

Bei den Vorschlägen des Bürgerhaushalts lag ein neuer Skatepark für Bad Godesberg weit vorne. Die Stadt kassierte den Vorschlag aber ein, weil die fälligen Reparaturen an der Anlage an der Rigal’schen Wiese bereits in die Planung aufgenommen sind. Passiert ist bislang nichts.

Die Enttäuschung im März war groß: Beim Bürgerhaushalt für Bad Godesberg lag ein neuer Skatepark an der Rigal’schen Wiese weit vorne. Die Stadtverwaltung stoppte das Ansinnen allerdings und sprach damals von fälligen Reparaturen, die bereits in der Spielplatzbedarfsplanung aufgenommen seien (der GA berichtete).

Das Projekt hatte ein Vater ins Rollen gebracht, weil er sich für seinen Sohn, der die Skate-Anlage nutzt, einsetzen und eine Renovierung der Anlage vorantreiben wollte. „Zum einen ist eine der kleinen Rampen mittlerweile im Boden versunken und zum anderen geht bei der kleinen Halfpipe ein Riss durch die Mitte“, schrieb er stellvertretend für seinen Sohn, der Stunt-Scooterfahrer ist, in seinem Vorschlag an die Stadt.

Verletzungsrisiko ist groß

Der Skate-Bereich ist auch Monate nach den Vorschlägen noch immer in einem schlechten Zustand. „An der Anlage ist bisher noch gar nichts passiert“, erzählt David Gawlik. Der 25-Jährige setzt sich gemeinsam mit Kumpels dafür ein, dass die Stadt Bonn die Anlage wieder in Schuss setzt. Dem GA erzählte er bereits im März, dass die Jungs die „gefährlichsten Stellen schon fünf Mal mit Schnellbeton versehen“ hätten. Auch berichtete er von diversen Verletzungen – fiele man auf anderen Anlagen hin, würde es blaue Flecken geben, dort seien es gleich Abschürfungen.

Gawlik habe in der Zwischenzeit allerdings mit einer Vertreterin der Stadt telefonieren können. „Auch sie selbst sagt, dass ein behelfsmäßiges Reparieren nichts bringen würde und man das Gesamte grundsätzlich von Fachfirmen neu bauen müsste“, so Gawlik. Er habe ihr auch eine „riesige E-Mail“ geschickt mit Bildern anderer Skateparks und habe auch Fachfirmen genannt, die sich mit solchen Anlagen auskennen würden, so der junge Mann.

Konflikt um Nutzungszeiten könnte beigelegt werden

Markus Schmitz vom städtischen Presseamt bestätigt, dass bislang keine Reparaturen an der Anlage ausgeführt wurden. Warum dies nicht geschehen ist, erklärt er allerdings nicht. Jedoch sorgt nicht nur der schlechte Zustand der Anlage für Anfragen bei der Stadt, sondern auch die Nutzung der Anlage an sich. Denn dort halten sich auch viele kleine Kinder auf, die auf dem benachbarten Spielplatz spielen.

Daher laufen sie auch in den Bereich der Skate-Anlage. Um Zusammenstöße zu vermeiden, müssen die Skater besonders vorsichtig sein. Daher forderten sie, dass die Stadt Bonn Nutzungszeiten einführt. Solche Regeln würde es etwa beim Skatepark Bonn des Vereins Subculture in der früheren Jugendverkehrsschule in Beuel geben.

Nutzungserlaubnis mit BMX-Rädern ist strittig

Die Stadt Bonn signalisiert bei diesem Thema, dass es in Zukunft eine Lösung geben könnte. „Es werden amtsübergreifend mögliche Lösungen abgestimmt, um den Interessenkonflikt zu lösen“, so Schmitz. Auf die Frage, ob auch BMX-Fahrer die Anlage nutzen dürfen, antwortet er, dass „es derzeit keine Festlegung für bestimmte Nutzergruppen“ gebe. Das ist neu, denn Gawlik ist BMX-Fahrer und habe schon Platzverweise des Ordnungsamtes kassiert.

„Das Schild am Eingang verbietet Fahrräder, weil die nicht geeignet sind für die Rampen“, sagte Gawlik im März. Allerdings sei den Verantwortlichen entgangen, dass es sich bei ihren Rädern nicht um Straßenzulassungen handele, sondern um Sportgeräte. Im Frühjahr sagte die Stadtverwaltung dem GA noch, dass diese prüfen werde, ob BMX-Räder die Anlage auch nutzen dürfen.