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Ria-Maternus-Platz in Bad Godesberg: Politik wünscht sich schnelle Begrünung

Ria-Maternus-Platz in Bad Godesberg : Politik wünscht sich schnelle Begrünung

SPD und Bürger Bund Bonn fordern von der Stadtverwaltung eine schnelle Begrünung des Ria-Maternus-Platzes in Bad Godesberg. Doch das Amt für Stadtgrün musste die Vergabe der Leistung aussetzen.

Kurz nach Ostern wurden die umfangreichen Arbeiten am Ria-Maternus-Platz am Bad Godesberger Bahnhof durch die Stadt fertiggestellt: Die autofreie Fläche sieht nun modern aus und der große Brunnen lädt zum Verweilen ein. Was allerdings sofort auffällt: Der Platz ist noch ziemlich grau. Pflanzen, Bäume oder Beete: Fehlanzeige.

Kein Wunder also, dass sich auch die Politik eine rasche Begrünung wünscht. Die SPD Bezirksfraktion Bad Godesberg hat sich in einem Antrag an die Verwaltung gewendet. Darin bittet sie die Stadt „unverzüglich die Begrünung der für Beete vorgesehenen Flächen des Ria-Maternus-Platzes vorzunehmen“. Dabei weist die Partei auch darauf hin, dass Bäume in großen Behältern platziert werden sollen.

U-Bahn-Tunnel verhindert Baumpflanzungen

„Wegen des U-Bahn-Tunnels ist die Pflanzung von Bäumen nicht möglich. Daher schlägt die SPD-Bezirksfraktion vor, stattdessen Bäume in großen Behältern aufzustellen, um auf dem Platz für mehr Schatten zu sorgen“, heißt es in dem Antrag. Am Brunnen sollen, so heißt es im SPD-Antrag,  für Raucher zudem zwei Aschenbecher montiert werden, damit die Zigaretten nicht einfach auf dem Boden landen. Genau das hat die SPD in ihrem Antrag kritisiert. Denn nach der Eröffnung erfreue sich der Platz zwar großer Beliebtheit, Zigarettenstummel würden aber viel zu oft auf dem Boden landen.

Beide Anträge werden in der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg am  Mittwoch, 7. Oktober, im Ratssaal des Stadthauses behandelt. Die Verwaltung – in diesem Fall das Amt für Stadtgrün – hat sich allerdings schon zu beiden Anträgen geäußert. Laut Stadtverwaltung war die Begrünung für die folgende Pflanzperiode vorgesehen. Dazu sei auch schon eine Ausschreibung mit Auswertung der Angebote erfolgt. Die Auftragssumme betrage demnach rund 33 000 Euro brutto. „Da der Stadtverwaltung zur Zeit keine Mittel mehr zur Verfügung stehen, wurde die Vergabe der Leistung aktuell ausgesetzt“, so die Stadt. Helfen könnte allerdings der sogenannte Feuerwehrtopf. „Durch die in Aussicht gestellten Mittel aus dem konsumtiven Feuerwehrtopf, könnte die Maßnahme somit, wie geplant, zeitnah beauftragt und in der nächsten Pflanzperiode ausgeführt werden“, so das Amt für Stadtgrün.

Projekt „Hovens Beet“ in der Bonner Innenstadt könnte Vorbild sein

Bäume in großen Behältnissen lehnt die Verwaltung ab. Vor allem aufgrund der stetigen Bewässerung und, weil die Bäume aufgrund ihrer Größe nach sechs Jahren ausgetauscht werden müssten. Was aber möglich wäre, wäre eine temporäre Installation ähnlich wie bei dem Projekt „Hovens Beet“ in der Bonngasse in der Bonner Innenstadt.

Das hat der Bürger Bund Bonn (BBB) nun in einem Antrag vorgeschlagen.  Demnach soll die Verwaltung prüfen, ob es möglich ist, im Abstand von sechs Jahren die in den Kübeln befindlichen Bäume ins Freiland zu setzen und durch neue Bäume zu ersetzen, so der BBB. Sollte der Antrag des BBB angenommen werden, würde die Verwaltung das Verfahren und die Kosten überprüfen – gleiches gilt für den Vorschlag der SPD weitere Aschenbecher zu montieren.