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Weihnachtsaktion in Bonn: Gemeinde sammelt Geschenke

Weihnachtsaktion in Bonn : Gemeinde St. Thomas Morus sammelt Geschenke für Bedürftige

Schon zum zehnten Mal sammelt die Gemeinde St. Thomas Morus Geschenke für bedürftige Menschen. Die Bäckerei macht dafür schon mal Platz frei.

Bäckermeister Markus Schell hat wieder Platz geschaffen: Schon bei der Geschenkaktion 2019 für die bedürftigen Menschen in der katholischen Thomas Morus-Gemeinde kamen durch die Gläubigen, Nachbarn und Kunden der Bäckerei Schell’s Eck mehr als 900 schön verpackte Geschenke zusammen. „Da unsere Aktion im letzten Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste“, rechne das Organisationsteam diesmal mit noch mehr Päckchen, sagt Schell. „Da hat sich bereits im vergangenen Jahr einiges angesammelt, was uns erst jetzt gebracht wird“, vermutet er.

Das Team um die neue Flüchtlingskoordinatorin der Gemeinde, Rita Bruners, Diakon Ralf Knoblauch, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Margret Hünten-Schuld und Schell will mit allen Spendern den Menschen eine Freude bereiten, deren Einkommen gerade für das Nötigste zum Leben reicht.

Die Aktion befinde sich in ihrem zehnten Jahr. Diesmal steht sie unter dem Motto „Weihnachten feiern in einem neuen Land“. Neben den bedürftigen Kindern und Jugendlichen der Gemeinde sollen zu diesem Weihnachtsfest insbesondere Geschenke für die Familien der afghanischen Ortskräfte gesammelt werden, die Kabul mit nicht viel mehr als dem, was sie auf dem Leib trugen, verlassen mussten. Sie hatten für die deutschen Behörden in Afghanistan gearbeitet und konnten nach der Machtübernahme durch die Taliban nur ihr Leben und das einiger Familienmitglieder retten.

Bis zum 21. Dezember können nun wieder Geschenkspenden in der Bäckerei abgegeben werden. „Wie auch immer sich die Corona-Lage entwickeln wird, ob es eine Weihnachtsfeier für die Gemeinde geben wird, oder nicht: Die Geschenke werden ihre gedachten Empfänger erreichen“, sagt Schell. Gebraucht werden besonders warme Mützen, Schals und Handschuhe. Für alle Kinder und Jugendlichen sind nach wie vor Spiele, Puzzles, Mal- und Bastelutensilien interessant. Die verpackten Geschenke sollten mit Hinweisen beschriftet werden, für welches Alter und Geschlecht es gedacht ist.

Was vor einigen Jahren noch in den Lieferwagen von Diakon Knoblauch passte und teilweise von ihm bis in die Häuser der bedürftigen Familien gebracht wurde, wird inzwischen von fleißigen ehrenamtlichen Helfern verteilt oder – falls es die Corona-Lage erlaubt – auch bei einer gemeinsamen Weihnachtsfeier im Begegnungscafé von St. Thomas Morus an die Gemeindemitglieder aus Lessenich, Dransdorf, Tannenbusch, Auerberg, Buschdorf und Graurheindorf übergeben.

„Auch, wenn viele der Geflüchteten in der Gemeinde inzwischen gut integriert sind, ist die Bedürftigkeit in den sozialen Brennpunkten der Stadt nach wie vor groß“, weiß Knoblauch. „Wir sind ja in unserem pastoralen Tun durch Corona sehr eingeschränkt“, bedauert er. Somit sei es ein besonderer Akt und ein Zeichen der Nächstenliebe, „die Menschen, die in Deutschland noch gar nicht richtig angekommen sind, in den Blick zu nehmen und zu unterstützen“.