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Platz für 100 Kinder: Erste Tiefbauarbeiten für Kita Oedekoven beginnen

Platz für 100 Kinder : Erste Tiefbauarbeiten für Kita Oedekoven beginnen

Erste Rohre und Leitungen an der Kindertagesstätte am Rathaus in Oedekoven wurden verlegt. Die Einrichtung soll in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz punkten.

Alte Kanalrohre und Leitungen werden entfernt, neue verlegt: Bis Ende August werden am Rathaus in Oedekoven die Tiefbauarbeiten für die geplante Kindertageseinrichtung über die Bühne gehen. Den Spatenstich auf der Fläche zwischen Verwaltungsgebäude und Flüchtlingsunterkunft nahm am Freitag Alfters Bürgermeister Rolf Schumacher gemeinsam mit Oedekovens Ortsvorsteherin Brigitte Schächter und dem Chef des örtlichen Tiefbauunternehmens, Hans-Rainer Velten, vor.

In den nächsten Monate könnte es für die Anwohner laut und staubig werden, denn nach der Ausschachtung des Bodens werden in einer Tiefe von 3,50 bis 3,80 Metern und auf einer Länge von 70 Metern Abwasserkanal, Wasserleitung sowie Straßenbeleuchtungskabel und mehrere Telekommunikations- und Stromleitungen verlegt. „Es ist schon interessant, dass man Telefonkabel findet, die dort nichts zu suchen haben“, sagte Bauleiter Uwe Wilke nach der Ausschachtung der ersten kleinen Fläche.

Der Startschuss für den Bau der fünften Kita in Oedekoven – mit ihr entsteht die 19. Kita in der Gemeinde und die vierte in kommunaler Trägerschaft – soll im Herbst fallen. Laut Planung sollen dann die ersten U-3 und Ü-3-Kinder im Sommer/Herbst 2021 einziehen. Mit dem neuen Bauvorhaben geht die Gemeinde in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz neue Wege. So wird die Kita aus Holz gebaut.

„Diese Kita ist ein wichtiger Baustein des im Rat verabschiedeten Nachhaltigkeitskonzeptes. Die Holzbauweise bindet CO2 aus der Atmosphäre in dreistelligem Bereich, die Luftqualität ist extrem gut und die Wämedämmwerte halten den Energiebedarf sehr gering. Außerdem wird die Kita mit einer Photovoltaikanlage ihren eigenen Strom erzeugen und noch etwas ins Netz speisen können“, freute sich Schumacher. Für die architektonischen Planungen zeichnet die GWG Rhein-Erft verantwortlich, die Realisierung des Neubaus soll zum ersten Mal ein Generalunternehmer – die Ausschreibung läuft derzeit und soll Ende Juni abgeschlossen werden – übernehmen.

Drei Standorte für den Neubau standen bei den ersten Diskussionen im Februar 2018 zur Auswahl. Unter anderem auch im Parkareal neben der ehemaligen Hauptschule und am Jungfernpfad. Der Ausschuss für Bildung, Generationen, Sport, Soziales, Inklusion und Kultur entschied sich letztlich für die Fläche in der Straße Am Rathaus. Eine Entscheidung, die Brigitte Schächter ausgesprochen gut findet, denn „dadurch ist die Kita ein wenig raus aus dem Schulcampus“. Für die Gemeinde ist die Schaffung von vier zusätzlichen Kita-Gruppen für maximal 100 Kinder dringend erforderlich.

So werden dort im kommenden Jahr zunächst die Kinder einziehen, die aktuell in der Notgruppe in den Räumlichkeiten der ehemaligen Awo-Kita Buntstifte in Witterschlick betreut werden. Weitere Plätze werden dann nach und nach vergeben. „Die neue Kita wird zur Belebung der Umgebung des Rathauses führten“, ist sich Schumacher jetzt schon sicher.