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Bornheim-Merten: Fliegerbombe ist entschärft - Evakuierung aufgehoben

Evakuierung aufgehoben : Fliegerbombe in Bornheim-Merten ist entschärft

Die Weltkriegsbombe, die bei Vorarbeiten im Neubaugebiet in Bornheim-Merten gefunden worden war, ist entschärft. Die Anwohner dürfen damit in ihre Häuser zurückkehren.

Rund 800 Anwohner rund um die Lannerstraße in Merten dürfen zurück in ihre Häuser: Die amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die am Mittag im Neubaugebiet Me 18 entdeckt worden war, ist von zwei Mitarbeitern des Kampfmittelbeseitigungsdiensts entschärft worden. Das teilte die Stadt Bornheim gegen 17.15 Uhr mit.

Die Bombe war laut Stadt rund 50 Kilogramm schwer. Bei der Entschärfung habe es keine Probleme gegeben. Sie habe gegen 16.30 Uhr begonnen und sei gut eine halbe Stunde später abgeschlossen gewesen.

Zuvor hatten rund 800 Menschen evakuiert werden müssen, die im Umkreis von 400 Metern um den Fundort wohnten. Stadtpressesprecher Rainer Schumann zufolge waren Mitarbeiter des Ordnungsamts der Stadt sowie Polizeibeamte von Haus zu Haus gezogen, um die Anwohner zu informieren. Die Evakuierung war nach gut zwei Stunden bereits abgeschlossen.

Bahnverkehr kurzzeitig unterbrochen

Die Stadt hatte die Anwohner gebeten, bei Familie oder Freunden Zuflucht zu suchen. Wem das nicht möglich war, der konnte in den eingerichteten Sammelstellen in den beiden Turnhallen der Schulen an der Beethovenstraße unterkommen. Laut Stadt versorgte dort der Malteser Hilfsdienst die Mertener. Eine Frau, die mit ihren beiden Töchtern vor Ort war, lobte die Organisation. Es habe Decken gegen die Kälte sowie etwas zu trinken und essen gegeben. Bornheims neuer Bürgermeister Christoph Becker und Kämmerer Ralf Cugaly hatten sich zwischendurch ein Bild von der Sammelstelle gemacht.

Während der Entschärfung waren die Zugangsstraßen des Evakuierungsbereichs gesperrt: die Bonn-Brühler-Straße (L183) zwischen Walberberger Hauptstraße und Bonn-Brühler-Straße 63 und 34, die Bachstraße von der Bonn-Brühler-Straße bis zur Talstraße, die Robert-Stolz-Straße, die Talstraße von der Bachstraße bis zum Holzweg und der Straußweg 1 bis 11 und 2 bis 30. Ebenso war währenddessen die Bahnlinie 18 kurzzeitig unterbrochen.