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Rheinbach: Spenden retten Weihnachtsbeleuchtung

Adventszeit in der Region : Spenden retten Weihnachtsbeleuchtung in Rheinbach

Zunächst sah es so aus, als werde es in diesem Jahr keine Weihnachtsbeleuchtung in der Rheinbacher Innenstadt geben. Doch nun sprangen Einzelhändler und private Sponsoren bei der Bezahlung der Illumination ein.

Eine Weihnachtsgeschichte der besonderen Art gibt es aus Rheinbach pünktlich zum Adventsbeginn: Dank großen finanziellen Engagements von Einrichtungen, Sponsoren, Einzelhändlern und Privatpersonen wird die Weihnachtsbeleuchtung an den Giebeln der Häuser nun doch finanziert und realisiert.

Es geht immerhin um nicht weniger als 30.000 Euro, mit der diese Illumination jedes Jahr zu Buche schlägt. Fast alle Einzelhändler leisten trotz geringerer Einnahmen in der Corona-Pandemie wieder ihren gewohnten Anteil, die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ beteiligt sich wieder mit 1000 Euro an den Stromkosten und die Wirtschaftsförderung (wfeg) übernimmt 4000 Euro für die Miete des Hubwagens, die Hausverwaltung Krumbein und die Firma Keuk Now unterstützen mit je 500 Euro die Neuanschaffungen und das Anbringen von LED-Lampen.

Stadt kann Kosten nicht bezahlen

Der Spendenaufruf des Gewerbevereins hatte zudem auch viele Privatleute und Bürger bewogen, viele größere und kleinere Geldbeiträge beizusteuern, um „ihre“ liebgewordene Weihnachtsbeleuchtung doch noch zu realisieren. Die Stadt kann die Kosten angesichts des Haushaltssicherungskonzepts nicht übernehmen, weil es sich um eine freiwillige Leistung handelt.

„Unsere Nachricht, dass wir in diesem Jahr die Weihnachtsbeleuchtung mangels Einnahmen des Gewerbevereins und Umsatzes der Einzelhändler finanziell nicht stemmen könnten, hat hohe Wellen geschlagen“, so der Gewerbevereinsvorsitzende Oliver Wolf. „Viele Bürger haben gemerkt, wie wichtig ihnen diese Weihnachtsbeleuchtung ist“, sagte er. Die Kosten von 30 000 Euro jährlich hatten immer die anliegenden Geschäfte und der Gewerbeverein größtenteils selbst getragen, mit Zuschüssen von Sponsoren wie Bürgerstiftung und wfeg. Konkret: 6000 Euro vom Gewerbeverein aus Mitgliedsbeiträgen für Stromkosten, Hubwagen, anteilige Neuanschaffung von Lichterketten und LED-Lampen. Die anliegenden Einzelhändler und Gewerbetreibenden selbst haben nicht nur die Lichterketten für ihre Gebäude für unterschiedlich hohe vierstellige Beträge angeschafft. Sie tragen auch die Kosten für das Auf- und Abhängen sowie Anschließen durch Elektriker mit pro Haus zwischen 300 und 1500 Euro.

Konzept für die Folgejahre

Um die Weihnachtsbeleuchtung kostenmäßig dauerhaft zu sichern, wird es Anfang 2021 Gespräche des Gewerbevereins mit Bürgermeister Ludger Banken und dessen Vorgänger Stefan Raetz geben. Am Runden Tisch mit Stadt, Bürgerstiftung, Wirtschaftsförderung und Gewerbeverein soll ein Konzept zur Sicherstellung und langfristigen Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung erarbeitet werden.

„In dieser Konstellation muss dann auch eine Lösung für die Bereiche Dreeser Tor und Voigtstor gefunden werden“, so Wolf, denn dort hatte die neu angeschaffte Beleuchtung nur wenige Male genutzt werden können. Wenn noch weitere Spenden an den Gewerbeverein eingehen, können auch weitere Bereiche wie die Pützstraße beleuchtet werden.