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Schulen in Bonn: Verkehrschaos an Friesdorfer Schule

Schulen in Bonn : Verkehrschaos an Friesdorfer Schule

Seit 2018 setzen sich Eltern für eine Hol- und Bringzone an der Servatuisschule ein. Kinder müssen sich zwischen fahrenden und parkenden Autos hindurchschlängeln. Verwaltung kündigt Lösung für Ende Oktober an.

Das Thema Einrichtung von Hol- und Bringzonen an Bonner Schulen mit dem Ziel, den Kindern einen sicheren Schulweg zu ermöglichen, bewegt weiter. Wie berichtet, waren an der Katholischen Grundschule (KGS) Beethovenschule zwei Zonen eröffnet worden, um das Verkehrsaufkommen von sogenannten Elterntaxis vor der Schule am Morgen zu reduzieren. „Unsere Servatiusschule hat sich als eine der ersten gemeldet und sollte eine Art Pilotprojekt werden“, berichten nun Eva Wygand, Mitglied der Schulkonferenz der KGS Servatiusschule, sowie Sandra Gundlach, die Vorsitzende der Schulpflegschaft, über ihren Vorstoß seit dem Jahr 2018. Allen Anforderungen sei die Schule schon damals zügig nachgekommen. „Leider bewegt sich aber seit Jahren nichts“, schrieben die beiden an Oberbürgermeister Ashok Sridharan.

Dabei brauche man doch an der Friesdorfer KGS nur eine Ausschilderung und Markierungen, führten sie weiter aus. „Es wären also keine aufwändigen Maßnahmen nötig, um den Schulweg sicherer zu machen.“ Dem GA liegt das Schreiben vor. Die Stadt habe sich wie in den Jahren zuvor jedoch auch jetzt nicht bei den Elternvertreterinnen zurückgemeldet, sagt Wygand . „Und nach wie vor haben wir aber große Probleme mit morgens an die Schule heranfahrenden PKW, die beim Zurücksetzen die Kinder gefährden.“ Auch ihre Tochter, eine Drittklässlerin, müsse weiter jeden Tag ihren Weg durch das Verkehrschaos zur Schule finden. Die Margaretenstraße, die zur KGS führe, sei teils Baustelle und meistens zugeparkt. Es gebe oberhalb der Schule keinen Gehweg für die Kinder. Und der Zebrastreifen im Bachele, den die Kinder überqueren müssen, werde systematisch missachtet.

Auf GA-Anfrage antwortet die Verwaltung nun zum Fall der KGS Servatiusschule: „Bei einem Ortstermin wurde die Hol- und Bringzone festgelegt und besprochen, auch mit der Elternvertretung und der Schulleitung.“ Vorbereitende Aufgaben seien bereits erledigt. Momentan verlege dort ein privates Unternehmen Leitungen. Diese Arbeiten seien voraussichtlich Ende Oktober abgeschlossen. „Danach wird die Zone beschildert und markiert“, so Kristina Buchmiller vom Presseamt.

Es freue sie sehr, das über den GA zu erfahren, meint nun Elternvertreterin Wygand. Allerdings sei der Zeitraum in der Angabe „danach“ sehr dehnbar, fügt sie mit Verweis darauf hinzu, dass der Ortstermin, von dem die Verwaltung auf GA-Anfrage spricht, nicht aktuell, sondern im Juni 2018 stattgefunden habe. Zudem mache die Markierung der Zone auch nur Sinn in Zusammenhang mit einem Halte- und Durchfahrverbot zur Rushhour auf der Margaretenstraße oberhalb und direkt vor der Schule. Das habe man dem Oberbürgermeister ja bereits geschildert. „Wir hoffen aber, dass nun endlich Bewegung in die Sache kommt“, so Wygand.